Datum21.05.2026 16:03
Quellewww.zeit.de
TLDRBund und Länder wollen bundesweit einheitliche "Childhood-Häuser" zur Unterstützung von Gewaltopfer-Kindern etablieren. Diese interdisziplinären Zentren bündeln Hilfe von Polizei, Jugendamt, Medizin und Justiz, um Kinder vor wiederholten Befragungen zu schützen. Eine erste Einrichtung existiert bereits in Frankfurt, weitere sind geplant. Ziel ist eine zentrale, kindgerechte Anlaufstelle.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gewalt gegen Kinder“. Lesen Sie jetzt „Childhood-Haus soll bundesweit Schule machen“. Kinder, die Opfer von Gewalt wurden, sollen möglichst Hilfe aus einer Hand bekommen - das wünschen sich die Spitzen der Jugend- und Familienministerien in Bund und Ländern. Bei ihrer Konferenz in Frankfurt am Main beschlossen sie nach Angaben des Gastgeberlands Hessen, dafür ein Konzept zu erarbeiten. Wenn ein Kind Gewalt erleben musste, dürfe es "nicht von Behörde zu Behörde geschickt werden und immer wieder dasselbe erzählen müssen", erklärte Hessens Familien- und Gesundheitsministerin Diana Stolz (CDU). In sogenannten Childhood-Häusern arbeiten Polizei, Jugendamt, Ärztinnen und Ärzte, Psychologen und Justiz Seite an Seite. Eine erste Einrichtung dieser Art wurde 2023 in Frankfurt eröffnet, in Kassel ist eine zweite geplant. Die Länder forderten den Bund mit ihrem Beschluss auf, gemeinsam ein bundesweites Konzept für kindgerechte und interdisziplinäre Einrichtungen zu entwickeln und dauerhaft zu sichern. © dpa-infocom, dpa:260521-930-112098/1