Datum21.05.2026 15:20
Quellewww.zeit.de
TLDRGegen drei suspendierte Polizisten in Mönchengladbach liegen schwere Vorwürfe vor, darunter sexuelle Übergriffe, Körperverletzung und Strafvereitelung. Diese wurden durch Eingaben von Kolleginnen und Kollegen bekannt, die teils zehn Jahre zurückreichende Vorfälle schildern. Die Vorfälle ereigneten sich offenbar überwiegend innerhalb einer Dienstgruppe, die inzwischen aufgelöst wurde. NRW-Innenminister Reul kündigte bei Bestätigung der Vorwürfe Konsequenzen an. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Polizeibehörde“. Lesen Sie jetzt „Schwere Vorwürfe gegen Polizisten – Dienstgruppe aufgelöst“. Die Vorwürfe gegen drei bereits suspendierte Polizisten in Mönchengladbach sind gravierender als bislang bekannt. Es gehe um sexuelle Übergriffe, gefährliche Körperverletzung, Bedrohungen, Beleidigungen und Strafvereitelung im Amt, berichtete NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) dem Innenausschuss des Landtags. "Sollte sich das auch nur in Ansätzen als wahr herausstellen, dann bekommen die entsprechenden Beamten gehörige Probleme", sagte Reul. Vier Polizistinnen hätten mit schriftlichen Eingaben an eine Vorgesetzte die Ermittlungen am 14. April ins Rollen gebracht. Im Nachgang seien noch drei weitere Schreiben von zwei Beamtinnen und einem Beamten eingegangen. In den Schreiben würden eine ganze Reihe von Vorfällen beschrieben, die bis zu zehn Jahre zurückliegen. Alles soll überwiegend innerhalb einer Dienstgruppe passiert sein. Die betroffene Dienstgruppe sei inzwischen aufgelöst worden. Bislang war von grenzüberschreitendem Führungs- und Umgangsverhalten, Mobbing, sexualisierter Sprache und Fehlverhalten die Rede. Die Staatsanwaltschaft führe die strafrechtlichen Ermittlungen. © dpa-infocom, dpa:260521-930-111862/1