Union Berlin: Mauro Lustrinelli als neuer Cheftrainer beerbt Marie-Louise Eta

Datum21.05.2026 14:37

Quellewww.spiegel.de

TLDRUnion Berlin hat Mauro Lustrinelli als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der Schweizer ersetzt Interimstrainerin Marie-Louise Eta, die den Klassenerhalt sicherte. Lustrinelli kommt vom FC Thun, mit dem er sensationell Schweizer Meister wurde. Union zahlt angeblich eine Ablöse von einer Million Euro. Geschäftsführer Horst Heldt lobt Lustrinellis Fähigkeit, Teams zu formen und zu begeistern. Er war früher Co-Trainer unter Urs Fischer, der ebenfalls erfolgreiche Jahre mit Union hatte.

InhaltUnion Berlin hat einen neuen Coach: Der Schweizer Mauro Lustrinelli folgt auf die erste Trainerin der Bundesliga-Geschichte, Marie-Louise Eta. Er hatte zuletzt in seiner Heimat ein Fußball-Märchen geschrieben. Fußball-Bundesligist Union Berlin hat Mauro Lustrinelli als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der 50 Jahre alte Schweizer kommt vom FC Thun. Laut TV-Sender Sky zahlt Union eine Ablöse von rund einer Million Euro für den Coach, dessen Vertrag noch bis 2028 lief. Über die Laufzeit des Kontrakts in Berlin machte Union wie üblich keine Angabe. Bei den Eisernen folgt Lustrinelli auf Interimstrainerin Marie-Louise Eta, die mit Union zum Ende der abgelaufenen Saison den Klassenerhalt perfekt machte. Zuvor hatten sich die Berliner im April nach einer schwachen Rückrunde von Trainer Steffen Baumgart getrennt. Lustrinelli arbeitete derweil seit 2022 in Thun. Dort war er in der Saison 2024/2025 in die Super League aufgestiegen, ehe der Club unter ihm in der kürzlich zu Ende gegangenen Spielzeit überraschend den Meistertitel gewann. Nach dem beeindruckenden Coup war er auch von Clubs aus Italien umworben worden. Lustrinelli habe "in den vergangenen Jahren gezeigt, wie er Mannschaften formen und weiterentwickeln kann. Der Meistertitel mit einem Aufsteiger spricht für seine fachliche Qualität, aber auch für seine Fähigkeit, eine Gruppe zu führen und zu begeistern", sagte Geschäftsführer Horst Heldt: "Zudem entspricht seine Art, Fußball spielen zu lassen, unseren Vorstellungen. Wir wollen aktiver spielen, verstärkt junge Spieler integrieren und gemeinsam erfolgreich sein." Mit Schweizer Meistertrainern hat man in Köpenick gute Erfahrungen gemacht: Urs Fischer führte den Verein von 2018 bis 2023 durch die erfolgreichste Ära seiner Geschichte. 2013 arbeitete Lustrinelli in Thun als Co-Trainer unter Fischer. Seit dem Ende der Ära Fischer 2023 ist Lustrinelli der bereits sechste Trainer an der Seitenlinie der Eisernen. Baumgart hatte sich mit 464 Tagen noch am längsten im Amt gehalten. Die Engagements von Marco Grote, Nenad Bjelica, Bo Svensson und Eta waren dagegen jeweils nur kurze Episoden.