»Sommerinterview«: ARD zieht Interviewformat nach Störaktion bei Weidel-Gespräch ins Studio um

Datum21.05.2026 12:27

Quellewww.spiegel.de

TLDRDie ARD verlegt ihr Format "Sommerinterview" ins Hauptstadtstudio, um Störaktionen wie die bei Alice Weidel zu verhindern. Hintergrund ist ein Vorfall im Jahr 2025, bei dem Aktivisten die Sendung mit lauten Rufen störten. Ziel ist es, den Fokus wieder auf die inhaltliche Auseinandersetzung mit Parteiführern zu legen und den Erkenntnisgewinn zu maximieren. Die wöchentliche Sendung startet am 5. Juli mit SPD-Chef Lars Klingbeil und endet am 30. August mit Bundeskanzler Friedrich Merz.

InhaltWir müssen leider drinnenbleiben: 2025 hatten Aktivisten das Sommerinterview mit AfD-Parteichefin Alice Weidel gestört. Jetzt reagiert die ARD. Die ARD hat auf Störaktionen reagiert, mit denen im Jahr 2025 ihr Format "Sommerinterview" sabotiert worden war. Während vor den Kameras Moderator Markus Preiß AfD-Chefin Alice Weidel zu interviewen versuchte, tönte es im Hintergrund "Scheiß AfD" aus den Lautsprechern eines Aktivistenbusses. Die Stimmen eines Frauenchors donnerten laut wie bei einem Rockkonzert, Weidel war teils kaum zu verstehen. Künftig, oder zumindest vorerst, zieht das Gesprächsformat ins Hauptstadtstudio um. Das gab die ARD am Donnerstag in einer Mitteilung bekannt. "Wir wollen uns klar auf Inhalte konzentrieren, auf den größtmöglichen Erkenntnisgewinn - weniger auf Ort und Umstände. Und nach 16 Jahren auf der Terrasse am Spreeufer war es vielleicht auch Zeit für eine Veränderung", begründet der Leiter des ARD-Hauptstadtstudios, Markus Preiß, den freiwilligen Hausarrest. In der ab dem 5. Juli wöchentlich ausgestrahlten Sendung soll das Führungspersonal der großen Parteien den ARD-Journalisten Rede und Antwort stehen. Den Anfang macht SPD-Chef Lars Klingbeil, den Schlusspunkt setzt am 30. August Bundeskanzler Friedrich Merz.