Extinction Rebellion: Protest gegen Gaspolitik: Brunnen leuchten bundesweit grün

Datum21.05.2026 10:25

Quellewww.zeit.de

TLDRUm gegen die Gaspolitik der Bundesregierung zu protestieren, hat Extinction Rebellion bundesweit Brunnen grün gefärbt. Die Aktivisten sehen dies als Kunstaktion, um auf den Fokus auf Gas als Energieträger aufmerksam zu machen und kritisieren die aus ihrer Sicht zu konzernfreundliche Politik. Die genutzte, ungiftige Farbe sei unbedenklich. Die Aktion richtet sich gegen den Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Bau neuer Gaskraftwerke, die den Kohleausstieg absichern sollen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Extinction Rebellion“. Lesen Sie jetzt „Protest gegen Gaspolitik: Brunnen leuchten bundesweit grün“. Aus Protest gegen die Gaspolitik der Bundesregierung haben Aktivisten der Protestbewegung Extinction Rebellion in zahlreichen Städten das Wasser von Brunnenanlagen grün gefärbt. Betroffen sind nach Angaben der Protestbewegung Brunnenanlagen in 17 Städten, darunter Berlin, Hamburg, München, Dresden und Köln. Extinction Rebellion bezeichnet es als Kunstaktion. Es gehe darum, auf den zerstörerischen Fokus auf Gas als Energieträger aufmerksam machen.  Der für die Aktion benutzte leuchtende Farbstoff Uranin sei ungiftig und werde unter anderem in der Wasserwirtschaft zum Orten von Lecks in Rohrleitungen verwendet, als Köder im Angelsport und für Badesalze. Er verschwindet den Angaben zufolge in Abhängigkeit mit der Intensität nach einigen Stunden beziehungsweise Tagen. Für die Brunnen sei eine geringe Menge von etwa 0,1 Gramm bis 1 Gramm pro 1.000 Liter Wasser genutzt worden. Die Aktion soll auf die aus Sicht der Protestierenden zu konzernfreundliche Gaspolitik von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) aufmerksam machen, der die Protestierenden "Greenwashing" vorwerfen.  Vergangene Woche hatte das Kabinett der Bundesregierung einen Gesetzentwurf zum Bau neuer Gaskraftwerke auf den Weg gebracht. Neue Gaskraftwerke sollen im Zuge des bis 2038 geplanten schrittweisen Kohleausstiegs die Versorgungssicherheit mit Strom gewährleisten und künftig als Backups einspringen - in "Dunkelflauten" mit einer geringen Erzeugung aus Solar- und Windenergie.  Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch auf 80 Prozent steigen. Im ersten Quartal 2026 lag der Anteil bei rund 53 Prozent. © dpa-infocom, dpa:260521-930-109766/1