Nach Friedman-Ausladung: Nach Friedman-Eklat - Literaturhaus Klütz hat neue Leiterin

Datum21.05.2026 09:46

Quellewww.zeit.de

TLDRNach dem Friedman-Eklat, der zur Entlassung des vorherigen Leiters führte, hat das Literaturhaus Klütz eine neue Leiterin. Die Literaturwissenschaftlerin Barbara Heine übernimmt ab dem 1. Juni. Sie ist bekannt für ihre Erfahrung in der Programmgestaltung und enge Verbindung zu Mecklenburg-Vorpommern. Heine freut sich auf ihre "Traumaufgabe" und möchte die Verbindung von Kultur, Literatur und Region stärken. Der Friedman-Auftritt war im Oktober 2025 abgesagt worden, was deutschlandweit für Kritik sorgte und zum Rücktritt des damaligen Bürgermeisters führte.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nach Friedman-Ausladung“. Lesen Sie jetzt „Nach Friedman-Eklat - Literaturhaus Klütz hat neue Leiterin“. Mehr als ein halbes Jahr nach dem Eklat um einen abgesagten Auftritt des jüdischen Publizisten Michel Friedman hat das Literaturhaus Klütz eine neue Chefin. Die Literaturwissenschaftlerin Barbara Heine werde vom 1. Juni an die Leitung des Hauses im Landkreis Nordwestmecklenburg übernehmen, teilte die Stadt am Morgen mit.  Die Schloßstadt gewinne damit eine erfahrene Programmgestalterin, die eng mit Mecklenburg-Vorpommern verbunden sei, hieß es weiter. Die Neubesetzung war nötig, weil dem vorherigen Leiter des Literaturhauses im Rahmen der Friedman-Affäre gekündigt wurde.  Friedman sollte im Oktober 2025 im Rahmen einer Hannah-Arendt-Woche im Klützer Literaturhaus in der 3.000-Einwohner-Stadt an der Ostsee auftreten. Doch die Veranstaltung wurde auf Bitten des damaligen Bürgermeisters abgesagt. Die Ausladung des Publizisten löste deutschlandweit Kritik aus.  Der damalige Bürgermeister trat zurück. Neuer Kleinstadtchef ist seit Februar Martin Kühl von der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG).  Heine entwickelt den Angaben zufolge seit mehr als 20 Jahren erfolgreiche Literaturprojekte und Veranstaltungen, unter anderem im Auftrag des Norddeutschen Rundfunks (NDR), der Nordkirche und der Autorenvereinigung PEN Deutschland.  Sie freue sich nun auf den neuen Job. "Für mich ist das Literaturhaus "Uwe Johnson" eine echte Traumaufgabe", sagte Heine laut Mitteilung. "Die Stadt hat mit dem Haus einen Ort, an dem sich Kultur und Literatur mit den Menschen und ihrer Region verbinden. Das möchte ich weiter stärken, denn Heimat entsteht da, wo Menschen ihre Geschichten teilen." © dpa-infocom, dpa:260521-930-109633/1