Extinction Rebellion: Protestbewegung färbt Dresdner Brunnenwasser grün

Datum21.05.2026 08:43

Quellewww.zeit.de

TLDRAktivisten von Extinction Rebellion färbten in Dresden und anderen Städten Brunnenwasser grün, um gegen die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung zu protestieren. Sie kritisierten die Gaspolitik und warfen Bundeswirtschaftsministerin Reiche "Greenwashing" vor. Als Mittel nutzten sie den ungiftigen Farbstoff Uranin. Die Aktion erfolgte im Kontext der Debatte um den Bau neuer Gaskraftwerke als Brückentechnologie während des Kohleausstiegs bis 2038 und dem Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2030 auf 80 Prozent zu steigern.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Extinction Rebellion“. Lesen Sie jetzt „Protestbewegung färbt Dresdner Brunnenwasser grün“. Aus Protest gegen die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung haben Aktivisten der Protestbewegung "Extinction Rebellion" in Dresden und zahlreichen weiteren Städten bundesweit das Wasser von Brunnenanlagen grün gefärbt. Betroffen sind in Dresden nach Angaben der Protestbewegung Brunnenanlagen am Dresdner Theaterplatz sowie der "Schalenbrunnen" am Dippoldiswalder Platz. Verwendet worden ist dafür nach Angaben der Aktivisten der grün leuchtende und ungiftige Farbstoff Uranin, der in der Wasserwirtschaft etwa zum Orten von Lecks in Rohrleitungen verwendet wird. Die Aktion soll auf die aus Sicht der Protestierenden zu konzernfreundliche Gaspolitik von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) aufmerksam machen, der die Protestierenden "Greenwashing" vorwerfen.  Vergangene Woche hatte das Kabinett der Bundesregierung einen Gesetzentwurf zum Bau neuer Gaskraftwerke auf den Weg gebracht. Neue Gaskraftwerke sollen im Zuge des bis 2038 geplanten schrittweisen Kohleausstiegs die Versorgungssicherheit mit Strom gewährleisten und künftig als Backups einspringen - in "Dunkelflauten" mit einer geringen Erzeugung aus Solar- und Windenergie. Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch auf 80 Prozent steigen. Im ersten Quartal 2026 lag der Anteil bei rund 53 Prozent. © dpa-infocom, dpa:260521-930-109332/1