Datum21.05.2026 07:37
Quellewww.spiegel.de
TLDRNach dem Hauseinsturz in Görlitz wurde eine tote Frau geborgen. Spürhunde schlugen an zwei Stellen an, wo noch zwei Vermisste vermutet werden. Die Suche ist intensiv, aber die Hoffnung, sie lebend zu finden, sinkt stündlich. Als Ursache wird eine Gasexplosion vermutet, da kurz nach dem Einsturz ein Gasleck gefunden wurde.
InhaltNach dem dramatischen Hauseinsturz in Görlitz ist in den Trümmern die Leiche einer Frau gefunden worden. Die Suche nach den beiden weiteren vermissten Personen geht weiter. In den Trümmern des eingestürzten Görlitzer Wohnhauses wird an zwei Stellen intensiv nach weiteren Verschütteten gesucht. Dort hätten Hunde angeschlagen, sagte eine Polizeisprecherin. Es bestehe Hoffnung, dort die beiden anderen Vermissten zu finden. Mithilfe der Hunde war am frühen Morgen bereits die vermisste 25 Jahre alte rumänische Touristin gefunden worden. Es konnte jedoch nur noch ihre Leiche geborgen werden. Den Polizeiangaben zufolge wird seit 4.30 Uhr gezielt an den zwei Stellen gesucht. Dafür müsse grober Bauschutt – etwa Holzbalken und Bodenteile – entfernt werden. Außerdem werde mit den Händen gegraben. Angaben darüber, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, die 26 Jahre alte Frau aus Rumänien und den 48 Jahre Mann mit bulgarischer und deutscher Staatsangehörigkeit noch lebend zu finden, machte die Polizei nicht. Laut der Polizeisprecherin sinke die Wahrscheinlichkeit mit jeder Stunde. Die Suche werde aber solange fortgeführt, bis die beiden Menschen gefunden seien. Das Haus, in dem sich laut Polizei Miet- und Ferienwohnungen befanden, war am Montagabend eingestürzt. Daraufhin wurden zunächst fünf Menschen vermisst, bei zwei von ihnen war der Aufenthalt bereits nach wenigen Stunden geklärt – die beiden Feriengäste befanden sich noch auf der Anreise. Die genaue Ursache des Unglücks in der Stadt im Osten Sachsens steht nach wie vor nicht fest. "Aber es sieht nach einer Gasexplosion aus", sagte der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU). Wenige Stunden nach dem Zusammensturz des Gründerzeithauses wurde nach Polizeiangaben ein Gasleck gefunden. Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands. Sie liegt in der sächsischen Oberlausitz direkt an der Neiße und hat 57.000 Einwohner. Wegen der historischen unzerstörten Altstadtkulisse ist die Stadt auch ein gefragter Drehort für internationale Filmproduktionen. Das eingestürzte Gründerzeithaus stand in der James-von-Moltke-Straße in der Nähe des Görlitzer Bahnhofs.