Datum21.05.2026 07:25
Quellewww.zeit.de
TLDREin starkes Erdbeben der Stärke 4,4 erschütterte die Region Neapel, Italien. Das Epizentrum lag in den Phlegräischen Feldern, einem aktiven Supervulkan. Viele Bewohner flohen auf die Straßen, größere Schäden wurden zunächst nicht gemeldet. Die Gegend Neapels, Heimat von rund drei Millionen Menschen, ist seit Längerem von häufigen kleineren und gelegentlich stärkeren Beben betroffen. Zur Sicherheit bleiben mehrere Schulen geschlossen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Supervulkan“. Lesen Sie jetzt „Erdbeben in Neapel - Bewohner flüchten auf Straße“. Die süditalienische Großstadt Neapel und ihre Umgebung sind von einem starken Erdbeben erschüttert worden. Kurz vor 6.00 Uhr wurden zahlreiche Bewohner durch heftige Erdstöße aus dem Schlaf gerissen. Viele flüchteten auf die Straßen. Das Epizentrum lag nach offiziellen Angaben in den Phlegräischen Feldern, einem sogenannten Supervulkan, der sich über den Westen der Stadt hinaus aufs Mittelmeer erstreckt. Größere Schäden wurden zunächst nicht bekannt. Nach Angaben des nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) hatte das Beben um 05.51 Uhr eine Stärke von 4,4. Damit war es in der Region eines der stärksten Beben der vergangenen Jahre. Die Phlegräischen Felder - ein Gebiet mit hoher vulkanischer Aktivität - werden seit geraumer Zeit von zahlreichen kleinen sowie manchmal auch starken Erdbeben heimgesucht. Vor einem Jahr wurde in den Campi Flegrei - wörtlich: brennende Felder - sogar ein Beben der Stärke 4,6 gemessen. Das Beben hatte nach diesen Angaben sein Zentrum im Meer, in den Gewässern zwischen den Vororten Pozzuoli und Bacoli. Die Erschütterungen waren in verschiedenen Stadtteilen Neapels zu spüren. Mehrere Schulen bleiben am Donnerstag sicherheitshalber geschlossen. In der Großstadt und ihrer näheren Umgebung leben etwa drei Millionen Einwohner. Neapel liegt am Fuße des Vulkans Vesuv. © dpa-infocom, dpa:260521-930-109166/1