Datum21.05.2026 07:26
Quellewww.spiegel.de
TLDREine Umfrage zeigt: Deutsche halten Behörden und sich selbst für mangelhaft auf Blackouts vorbereitet. Erst kürzlich gab es in Berlin einen mehrtägigen Stromausfall, mutmaßlich nach linksextremistischem Anschlag. Viele befürchten Terror- und Cyberangriffe als Hauptbedrohung der Stromversorgung. Vorsorge beschränkt sich oft auf Kerzen, Lebensmittel und Powerbanks. Trotz der Sorge um die Sicherheit der Stromversorgung sehen zwei Drittel die Versorgung als gegeben an.
InhaltOb in Berlin oder anderswo: Sollte der Strom ausfallen, halten die Deutschen ihre Behörden für unzureichend vorbereitet. Doch bei der privaten Vorsorge sieht es laut einer Umfrage nicht besser aus. Die Gefahr von Stromausfällen in Deutschland ist real – das hat sich in der Hauptstadt gezeigt. Im Südwesten Berlin kam es Anfang des Jahres zu einem tagelangen Blackout. Als Ursache geht die Polizei von einem linksextremistischen Anschlag aus. In jüngster Zeit kam es in Berlin zu weiteren Stromausfällen. Die meisten Menschen in Deutschland gehen davon aus, dass die Behörden auf solch ein Ereignis schlecht vorbereitet sind, haben aber auch privat keine Vorsorge getroffen. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag des Vergleichsportals Verivox hervor, aus der die Nachrichtenagentur dpa zitiert: Wer sich vorbereitet, der hat sich in den häufigsten Fällen mit Leuchtmitteln wie Kerzen, Petroleumlampen oder Taschenlampen versorgt, Nahrungs- oder Wasservorräte angelegt oder hält eine Powerbank zum Aufladen von Geräten bereit. Bei der Frage, ob ein flächendeckender Stromausfall wahrscheinlich ist, ergibt sich ein gemischtes Bild: Jeweils knapp ein Drittel bejaht und verneint das, der Rest wählt als Antwort "teils-teils". Als größte Bedrohungen für die Stromversorgung nannten die Befragten mit weitem Abstand Terrorangriffe und Sabotageakte sowie Cyber-Angriffe. Zugleich gilt die Stromversorgung in Deutschland aber als sicher. Knapp zwei Drittel der Befragten sehen das so.