Datum21.05.2026 06:09
Quellewww.zeit.de
TLDRDie WHO erklärt den globalen Gesundheitsnotstand wegen eines Ebola-Ausbruchs durch den seltenen Bundibugyo-Stamm, gegen den kein zugelassener Impfstoff existiert. Forschung wird durch seltene Ausbrüche behindert. Gleichzeitig sind rund 20.000 Seeleute in der Straße von Hormus wegen regionaler Konflikte festgesetzt, was zu schwierigen Bedingungen an Bord führt.
InhaltDie WHO ruft wegen des Ebolaausbruchs den Gesundheitsnotstand aus. Warum gibt es noch keinen zugelassenen Impfstoff? Und: Seeleute sitzen in der Straße von Hormus fest. Wegen des aktuellen Ebolaausbruchs in Zentralafrika hat die WHO den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Verursacht wird der Ausbruch vom seltenen Bundibugyo-Stamm, der erstmals 2007 in Uganda nachgewiesen wurde. Anders als gegen das Zaire-Ebolavirus gibt es bislang keinen zugelassenen Impfstoff gegen diese Variante. Internationale Gesundheitsbehörden und Forschungseinrichtungen arbeiten seit Jahren an entsprechenden Vakzinen, bislang fehlt jedoch eine breite Datengrundlage, weil frühere Ausbrüche vergleichsweise selten waren. Warum es bis heute keinen zugelassenen Impfstoff gegen den Bundibugyo-Stamm gibt und weshalb vergleichsweise wenig in die Forschung investiert wurde, ordnet Ingo Arzt, Redakteur im Gesundheitsressort der ZEIT ein. Seit Beginn des Konflikts in der Golfregion sitzen nach Schätzungen rund 20.000 Seeleute in der Straße von Hormus und im Persischen Golf fest. Viele Schiffe können die Meerenge nicht passieren oder müssen vor Anker bleiben. Betroffen sind sowohl Containerschiffe als auch Tanker mit Besatzungen aus verschiedenen Ländern. Einzelne Seeleute berichten über schwierige Bedingungen an Bord. Dazu zählen unter anderem eine eingeschränkte Versorgung mit Lebensmitteln sowie Fälle, in denen Besatzungen ihre Schiffe seit Wochen nicht verlassen können. Als Gründe werden Entscheidungen der Kapitäne oder Vorgaben der Reedereien genannt, etwa im Zusammenhang mit einer ausstehenden Weiterfahrt oder Rückkehr in Häfen. Wie den betroffenen Seeleuten geholfen werden könnte, erläutert Jonas Schulze Pals, Redakteur im Wirtschaftsressort der ZEIT. Und sonst so? Warum der T-Rex so kurze Arme hat. Moderation und Produktion: Hannah Grünewald Redaktion: Moses Fendel Mitarbeit: Susanne Hehr, Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.