Datum21.05.2026 04:53
Quellewww.spiegel.de
TLDRMeta, der Mutterkonzern von Facebook, setzt seine Entlassungswelle fort und entlässt 8000 Mitarbeiter, rund zehn Prozent der Belegschaft. Konzernchef Mark Zuckerberg bedauerte die Entlassungen und räumte Fehler ein. Meta investiert massiv in Künstliche Intelligenz (KI) und versetzt 7000 Mitarbeiter in KI-Bereiche. Dies folgt auf frühere Entlassungen und eine Phase des Personalaufbaus. Das Unternehmen rechnet mit starkem Umsatzwachstum, insbesondere durch Werbung auf WhatsApp und Threads.
InhaltZehn Prozent der Belegschaft sollen entlassen werden: Diese Ankündigung setzt Meta nun zügig um. Als erstes traf es Angestellte in Fernost. Konzernchef Mark Zuckerberg räumte Fehler des Unternehmens ein. Der Facebook- und Instagram-Mutterkonzern Meta hat am Mittwoch mit der Umsetzung einer großen Entlassungswelle begonnen. Mitarbeiter des Unternehmens in Singapur gehörten zu den ersten Betroffenen, die über den Verlust ihres Arbeitsplatzes informiert wurden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Meta hatte vor rund einem Monat angekündigt, 8000 Beschäftigte und damit fast zehn Prozent seiner Belegschaft zu entlassen. Zudem will das Unternehmen 6000 freie Stellen nicht neu besetzen. Führungspositionen sollen gestrichen werden, um flachere Hierarchien sowie kleinere, agilere Teams zu schaffen, hieß es vom Unternehmen. 7000 Mitarbeiter werden zudem versetzt werden, um Posten im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) zu übernehmen. Meta investiert derzeit massiv in KI: Für dieses Jahr rechnet der Konzern mit Investitionsausgaben zwischen 125 und 145 Milliarden Dollar. Meta-Chef Mark Zuckerberg äußerte in einem internen Memo sein Bedauern über die Entlassungen. "Es ist immer traurig, sich von Menschen zu verabschieden, die zu unserer Mission und zum Aufbau dieses Unternehmens beigetragen haben", erklärte er und räumte Versäumnisse in der internen Kommunikation ein. Mit Blick auf die KI-Offensive seines Konzerns schrieb er, Meta sei "eines der wenigen Unternehmen, die in der Lage sind, die Zukunft mitzugestalten". Zuckerberg hatte bereits im Januar mögliche Einsparungen durch KI angedeutet. "Projekte, für die früher große Teams nötig waren, werden heute von einer einzigen sehr talentierten Person erledigt", sagte er. Im Februar kündigte Meta etwa an, beim Chiphersteller AMD im großen Stil Grafikprozessoren zu kaufen, die in Rechenzentren für KI von zentraler Bedeutung sind. Ende 2022 hatte Meta 11.000 Stellen abgebaut, gefolgt von 10.000 weiteren Stellen im März 2023. Zwischen Ende 2023 und Ende 2025 kamen dann wieder mehr als 11.000 Beschäftigte hinzu. Im vergangenen Quartal konnte Meta seine Umsätze um ein Drittel steigern. Der Marktforschungsfirma eMarketer zufolge könnte Meta 2026 erstmals Google bei den Werbeeinnahmen überflügeln. Der Wachstumstreiber sei die Einführung von Onlineanzeigen im Messenger WhatsApp und im Kurznachrichtendienst Threads.