Schlüsselindustrie: Mehr als 9.000 Jobs in Metall- und Elektrobranche verloren

Datum21.05.2026 04:00

Quellewww.zeit.de

TLDRDie baden-württembergische Metall- und Elektroindustrie verzeichnet einen anhaltenden Stellenabbau: Im ersten Quartal verloren über 9.000 Arbeitsplätze, seit 2019 fast 80.000. Laut Arbeitgebervertreter Peter Sebastian Krause sind die internationalen Wettbewerbsfähigkeit und die hohen Produktionskosten die Ursachen. Ohne grundlegende Verbesserung der Rahmenbedingungen wird ein weiterer Trendabbau erwartet.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Schlüsselindustrie“. Lesen Sie jetzt „Mehr als 9.000 Jobs in Metall- und Elektrobranche verloren“. Der Arbeitsplatzabbau in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie setzt sich weiter fort. In den ersten drei Monaten gingen mehr als 9.000 Stellen verloren, wie der Chef des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Peter Sebastian Krause, in Stuttgart mitteilte. "Große Sorgen bereitet mir, dass sich dieser Trend mittelfristig fortsetzen wird, wenn sich die Rahmenbedingungen nicht grundlegend verbessern." Seit dem Höchststand der Beschäftigung im Jahr 2019 wurden fast 80.000 Jobs abgebaut. Insgesamt sind noch knapp 930.000 Menschen in der Schlüsselindustrie des Südwestens beschäftigt. Zuletzt hatte der Automatisierungsspezialist Festo bekanntgegeben, dass er in Deutschland rund 1.300 Stellen streichen will. Alle großen Unternehmen hatten im vergangenen Jahr Stellenabbauprogramme angekündigt: Daimler Truck, ZF Friedrichshafen, Bosch, Mahle, Porsche, Voith. Hinzu kommen zahlreiche Mittelständler, die gleichfalls Personal verringern. Arbeitgebervertreter Krause sieht ein unverändertes Grundproblem: Die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts habe sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. "Die Basis für unser Geschäftsmodell ist ins Rutschen geraten. Am heimischen Standort zu produzieren, ist inzwischen so teuer geworden, dass viele Unternehmen hierzulande nicht mehr investieren, ihre Produktion verlagern oder einstellen – oder zumindest darüber nachdenken." © dpa-infocom, dpa:260521-930-108627/1