Bahn-Milliardenprojekt: Bundestag berät über ICE-Neubaustrecke Augsburg-Ulm

Datum21.05.2026 03:30

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Bundestag berät über die neue ICE-Strecke Augsburg-Ulm. Ziel ist die Reduzierung der Reisezeit von über 40 auf 26 Minuten bei Geschwindigkeiten bis 300 km/h. Die geschätzten Kosten bewegen sich zwischen 8,2 und 13,3 Milliarden Euro. Die neue Trasse soll parallel zur A8 entstehen, während die alte Strecke weiterhin für Regionalverkehr genutzt wird. Nach Abschluss der Vorplanung durch die Bahn soll der Bundestag nun die weitere Planung freigeben.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bahn-Milliardenprojekt“. Lesen Sie jetzt „Bundestag berät über ICE-Neubaustrecke Augsburg-Ulm“. Nach einer jahrelangen Streckenplanung durch die Deutsche Bahn (DB) soll am Donnerstagabend (18.35 Uhr) der Bundestag die weiteren Schritte für die neue ICE-Strecke zwischen Augsburg und Ulm beschließen. Am Mittwoch hatte sich bereits der Verkehrsausschuss mit dem Thema befasst. Die Vertreter der schwarz-roten Regierungskoalition hatten dabei empfohlen, dass das Plenum den Weg für die weitere Planung des Milliardenprojekts frei macht. Durch die neue Trasse sollen die Fernzüge zwischen Augsburg und Ulm künftig nur noch 26 Minuten unterwegs sein, bislang ist die Fahrtzeit mehr als 40 Minuten. Die Strecke soll für eine Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h ausgebaut werden. Bislang geht die DB von Kosten in Höhe von voraussichtlich mindestens 8,2 Milliarden Euro für das Projekt aus. Allerdings gibt es auch bereits eine Prognose, wonach die Strecke durch die in den kommenden Jahren noch zu erwartenden Kostensteigerungen letztlich 13,3 Milliarden Euro kosten könnte. Wann das Geld für den Bau im Bundeshaushalt zur Verfügung gestellt wird und wann dann konkret gebaut werden kann, ist derzeit noch völlig unklar. Da die Ausbauziele nur durch eine Modernisierung der bestehenden Trasse nicht erreicht werden können, soll eine neue neben der Autobahn 8 (München-Stuttgart) gebaut werden. Die rund 170 Jahre alte Bestandsstrecke soll aber weiterhin für Regionalbahnen genutzt werden.  Die DB hatte im vergangenen Jahr die Vorplanungen abgeschlossen. Seit 2019 wurden verschiedene Streckenverläufe geprüft und letztlich eine Vorzugsvariante erarbeitet. Für diese Trasse soll der Bundestag nun grünes Licht geben. Dadurch könnten dann die konkreten Baupläne erarbeitet werden. © dpa-infocom, dpa:260521-930-108523/1