Datum21.05.2026 01:19
Quellewww.zeit.de
TLDRDer vierte von 152 Castor-Behältern mit Atommüll aus dem Forschungsreaktor Jülich ist sicher im Zwischenlager Ahaus angekommen. Der nächtliche Schwerlasttransport quer durch NRW wurde von einem Großaufgebot der Polizei gesichert. Trotz laufender Proteste gegen die Verlagerung des Atommülls verliefen auch diese Transporte bisher ohne Zwischenfälle. Dies ist einer der größten Atommüll-Straßentransporte seit Jahrzehnten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kernkraft“. Lesen Sie jetzt „Vierter Castor-Behälter mit Atommüll nach Ahaus verlagert“. Der vierte von insgesamt 152 Castor-Behältern mit Atommüll aus dem ehemaligen Forschungsreaktor Jülich hat das Zwischenlager in Ahaus erreicht. Ein Schwerlasttransporter brachte den Behälter in der Nacht ohne Zwischenfälle ans Ziel, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Dabei fuhr er in einem Konvoi Dutzender Fahrzeuge über Autobahnen. Die Polizei sicherte den Atommüll-Transport quer durch NRW erneut mit einem Großaufgebot. Aus Sicherheitsgründen wurden im Vorfeld weder der Termin noch die genauen Fahrtrouten und Alternativstrecken bekanntgeben. Die Polizei sperrt während des Transports jeweils Autobahnabschnitte. Für die rund 170 Kilometer lange Strecke werden etwa vier Stunden benötigt. Die Polizei hat den unangekündigten Castor-Transport mit schätzungsweise insgesamt rund 1.000 Beamten auf der Strecke sowie an den Start- und Zielpunkten geschützt. Schon die ersten drei nächtlichen Transporte von jeweils einem Castor-Behälter verliefen ohne Zwischenfälle. Sie fanden am 24./25. März, 21./22. April und am 5./6. Mai statt. Parallel zu den Castor-Transporten demonstrierten in der Vergangenheit an mehreren Stellen Menschen gegen die Verlagerung des hochradioaktiven Atommülls quer durch das dicht besiedelte Bundesland. Auch diesmal gab es Protestaktionen in Jülich und Ahaus gegen den Transport. Insgesamt sollen 152 Castor-Behälter mit Atommüll aus dem ehemaligen Forschungsreaktor Jülich nach Ahaus gebracht werden. In der Summe handelt es sich damit um einen der größten Atommüll-Transporte auf der Straße seit Jahrzehnten. Dem Auftakt gingen mehrere Gerichtsentscheidungen voraus. © dpa-infocom, dpa:260520-930-108394/1