Datum20.05.2026 22:37
Quellewww.zeit.de
TLDREin ehemaliger österreichischer Verfassungsschützer wurde wegen Spionage für Russland zu einer Haftstrafe von vier Jahren und einem Monat verurteilt. Er soll zwischen 2015 und 2022 geheime Informationen weitergegeben und dabei möglicherweise für den flüchtigen Wirecard-Chef Jan Marsalek gearbeitet haben. Der Angeklagte bestritt die Vorwürfe und behauptete, er habe an einer geheimen Operation für einen westlichen Dienst teilgenommen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
InhaltEin österreichischer Ex-Geheimdienstmitarbeiter muss wegen Spionage für Russland in Haft. Sein Auftraggeber soll auch der flüchtige Wirecard-Chef Marsalek gewesen sein. Ein ehemaliger österreichischer Verfassungsschützer ist wegen Spionage für Russland zu vier Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Die Geschworenen am Landesgericht Wien sahen es als erwiesen an, dass der 63-jährige Egisto Ott zwischen 2015 und 2022 geheime Informationen weitergeleitet hat. Er soll insbesondere im Auftrag des geflüchteten ehemaligen Wirecard-Managers Jan Marsalek tätig gewesen sein. Ott wurde unter anderem auch wegen Amtsmissbrauchs und Bestechlichkeit schuldig gesprochen. Ott hat die Vorwürfe vor Gericht bestritten. Er habe nicht für Russland gearbeitet, sondern in Zusammenarbeit mit einem westlichen Dienst eine geheime Operation durchgeführt, sagte er. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.