Datum17.05.2026 10:20
Quellewww.spiegel.de
TLDRFußballschiedsrichter Deniz Aytekin beendet seine Bundesliga-Karriere nach über 250 Einsätzen. Trotz der Erleichterung über das Karriereende, wie er selbst sagt, war sein letzter Einsatz von starken Emotionen geprägt. Aytekin war sichtlich gerührt von der Wertschätzung und dankte seiner Familie sowie den Fans. Mit 47 Jahren zieht er sich nun aus Altersgründen zurück, nachdem er dreimal als DFB-Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnet wurde.
Inhalt"Jetzt reicht’s dann auch": Fußball-Schiedsrichter Deniz Aytekin ist nach eigener Aussage froh, künftig nicht mehr in der Bundesliga zu pfeifen. Emotional wurde es bei seinem letzten Einsatz dennoch. Beim letzten Bundesligaspiel von Deniz Aytekin, 47, flossen die Tränen. Immer wieder wischte sich der Schiedsrichter vor und nach seinem letzten Einsatz in der höchsten deutschen Fußballliga die feuchten Augen. "Wahnsinn, dass es noch mal so emotional wird und diese Achterbahnfahrt", sagte Aytekin, als er sein Abschiedsspiel beim 5:1 des FC Bayern gegen den 1. FC Köln hinter sich gebracht hatte. "Der Rahmen war unglaublich und ich bin so dankbar, dass es jetzt so zu Ende geht." Mit seiner Familie im Stadion konnte und wollte der Top-Referee die Emotionen nicht unterdrücken. Er sei sehr berührt von der Wertschätzung, die er auf den letzten Metern seiner Karriere noch einmal erfahren habe. "Das ist unglaublich, was Menschen mir schreiben über Instagram, über alle möglichen Kanäle", sagte Aytekin. Auch vor laufenden Fernsehkameras weinte Aytekin an diesem Tag. Aus Altersgründen verabschiedet er sich in die Schiri-Rente. "Es ist genau der richtige Zeitpunkt. Weil ich mich wirklich wie so ein Marathonläufer auf den letzten 500 Metern fühle, und eigentlich war ich schon am Boden zum Krabbeln. Jetzt reicht's dann auch", sagte Aytekin. Er wolle die Energie seines emotionalen Abschieds mit in den Ruhestand nehmen. "Ich hoffe, dass ich das jetzt so für mich ja noch lange Jahre bewahren kann, weil der Fußball mir sehr viel gegeben hat und die Menschen werden mir fehlen, tatsächlich", sagte der gebürtige Nürnberger. Seit 2008 war Aytekin Bundesliga-Schiedsrichter, brachte es auf mehr als 250 Einsätze im Oberhaus. Dreimal wurde er als DFB-Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnet. "Ich habe versucht, meinen Beitrag zu leisten. Jetzt ist es vorbei und es ist auch gut so", sagte Aytekin. Deniz Aytekin war der beliebteste deutsche Schiedsrichter. Im SPIEGEL-Interview erklärt er , wie er sich Respekt erarbeitet hat und warum er der Austern-Schiri genannt wird.