Datum17.05.2026 08:00
Quellewww.zeit.de
TLDRVor 80 Jahren wurde die DEFA gegründet. Die DEFA-Stiftung empfiehlt drei Filme zur Wiederentdeckung: „Sterne“ (1959), ein preisgekröntes Drama über den Holocaust, „Bruno Winter“ (1988), ein poetischer Einblick in das Leben von DDR-Frauen, und ein namenloses Kinderfilm-Highlight aus den 1970ern. Diese Filme bieten Einblicke in verschiedene Aspekte der DDR-Filmgeschichte.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „80 Jahre Defa“. Lesen Sie jetzt „Drei Filme aus der DDR zum Wiederentdecken“. Lust auf einen Filmabend mit Klassikern? Vor genau 80 Jahren entstand die einstige Filmgesellschaft der DDR - die Defa wurde am 17. Mai 1946 gegründet. Welche drei Filme man unbedingt mal schauen sollte? "Das ist eine ganz schwierige Frage", sagt Stefanie Eckert, Vorstand der Defa-Stiftung. Aufzählen könne sie viele. Hier sind ihre Vorschläge: Der Film von 1959 spielt während des Zweiten Weltkriegs in Bulgarien. Eine sensibel erzählte Liebesgeschichte, die als einer der ersten Filme eines deutschen Regisseurs den Holocaust thematisiert. "Das ist eine wunderschöne Geschichte, die aber auch voller Trauer ist", sagt Eckert. Gezeigt wird der Film etwa beim Streamingportal Filmfriend. In dem Film von 1988 gehe es um Frauen in der DDR. Regisseurin Misselwitz besuche Frauen vom Süden bis in den Norden des Landes, die von ihren Sehnsüchten, ihrem Leben und ihrer Arbeit erzählten. "Man gewinnt einen Einblick in das Leben von Frauen in der DDR. Sehr schön und ruhig erzählt, auch poetisch." Die Bundeszentrale für politische Bildung zeigt den Film. "Das ist ein ganz bezaubernder Kinderfilm", sagt Eckert. Der etwa 40-minütige Film aus den 1970ern sei wahnsinnig amüsant, schräg und lustig. Auch heute fänden Kinder an ihm noch Gefallen. Erzählt wird vom Leuchtturmwärter Jonathan, einem faulen Kater, einem nörgelnden Ziegenbock und dem Hund Mondschein. Der Film läuft auf dem Youtube-Kanal Defa-Filmwelt. © dpa-infocom, dpa:260517-930-89667/1