Australien: Mann stirbt bei mutmaßlichem Haiangriff vor Perth im Westen des Landes

Datum17.05.2026 04:08

Quellewww.spiegel.de

TLDREin Mann starb bei einem mutmaßlichen Haiangriff vor Perth, Australien. Der 38-Jährige wurde beim Speerfischen ins Bein gebissen. Ein vier Meter langer Weißer Hai wurde kurz zuvor im Gebiet gesichtet. Die Behörden warnen vor erhöhter Vorsicht in den Gewässern. Australien verzeichnet durchschnittlich 20 Hai-Vorfälle jährlich, wobei Weiße Haie, Tigerhaie und Bullenhaie am gefährlichsten sind.

InhaltUnmittelbar vor dem Vorfall wurde in dem Gebiet ein großer Weißer Hai gesehen: Vor der Küste von Perth im Westen Australiens ist ein Speerfischer tödlich verletzt worden. Offenbar wurde er ins Bein gebissen. Bei einem mutmaßlichen Haiangriff im Südwesten Australiens ist ein Mann getötet worden. Der Vorfall ereignete sich am Samstagvormittag (Ortszeit) nahe der Insel Rottnest Island vor der Millionenmetropole Perth, wie mehrere australische Medien übereinstimmend unter Berufung auf die Polizei berichteten. Der 38-Jährige sei an einem bei Tauchern und Speerfischern beliebten Riff mutmaßlich von einem Hai gebissen worden, hieß es. Er sei schwer verletzt aus dem Wasser gebracht und ärztlich versorgt worden. "Leider konnte der Mann nicht wiederbelebt werden", wurde eine Polizeisprecherin zitiert. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Laut australischen Medien war der Mann beim Speerfischen ins Bein gebissen worden. Freunde hätten ihn aus dem Wasser auf ein Boot und dann an Land gebracht. Dort hätten aber auch die Rettungskräfte nichts mehr tun können. Angriffe auf die Extremitäten, besonders durch große Haie können zu extrem hohem Blutverlust führen. Nach Angaben der örtlichen Rettungsorganisation Surf Life Saving wurde zum Zeitpunkt des Angriffs ein vier Meter langer Weißer Hai in dem Gebiet gesichtet. Die Behörden riefen die Öffentlichkeit dazu auf, in den Gewässern rund um das Gebiet "besondere Vorsicht" walten zu lassen. Nach offiziellen Daten aus dem Jahr 2025 kam es in Australien in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich zu rund 20 Hai-Zwischenfällen pro Jahr mit Verletzten. Im Schnitt wurden dabei jährlich 2,8 Todesfälle registriert. Für den Menschen sind vorwiegend drei in der Region heimische Arten gefährlich: Tigerhaie, Bullenhaie und Weiße Haie. Statistisch gesehen ist es dennoch selbst in Australien äußerst unwahrscheinlich, von einem Hai angegriffen zu werden. Weit mehr Menschen ertrinken oder sterben bei Bootsunfällen – von den Risiken im Straßenverkehr auf dem Weg zum Strand ganz zu schweigen. In den vergangenen Monaten allerdings hatten sich Attacken vor allem im östlichen Bundesstaat New South Wales gehäuft, speziell rund um Sydney. Besonders ein Fall im Januar, bei dem ein Zwölfjähriger an Verletzungen mutmaßlich durch einen Bullenhai starb, bewegte viele Menschen. Am selben Tag, dem 19. Januar, gab es noch zwei weitere Angriffe im Großraum Sydney, sowie am Folgetag eine Attacke weiter im Norden des Bundesstaates New South Wales. Experten führen diese Ballung unter anderem auf die schlechten Bedingungen im Wasser nach tagelangen schweren Regenfällen zurück.