Datum17.05.2026 04:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte der vier Unikliniken in Baden-Württemberg zu Warnstreiks aufgerufen. Dies geschieht im Rahmen festgefahrener Tarifverhandlungen für rund 26.000 Mitarbeiter. Betroffen sind nacheinander die Unikliniken Ulm, Freiburg, Heidelberg und Tübingen. Die Notfallversorgung bleibt gewährleistet, aber es kann zu Terminverschiebungen und Einschränkungen kommen. Verdi fordert höhere Gehälter und einen Mobilitätszuschuss für Auszubildende, während die Arbeitgeber auf Zusatzkosten durch die Krankenhausreform verweisen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Warnstreiks an Unikliniken“. Lesen Sie jetzt „Warnstreiks an Unikliniken - Einschränkungen erwartet“. Patientinnen und Patienten an den vier baden-württembergischen Unikliniken müssen sich kommende Woche auf mögliche Einschränkungen einstellen. In der laufenden Tarifrunde ruft die Gewerkschaft Verdi die dortigen Beschäftigten zu ersten Warnstreiks auf. Betroffen sind am Montag die Uniklinik in Ulm sowie am Dienstag die Häuser in Freiburg, Heidelberg und Tübingen. Nach Angaben der Gewerkschaft werden an beiden Tagen insgesamt rund 1.500 Teilnehmende erwartet. Die Notfallversorgung und lebenswichtige Behandlungen sollen weiter gewährleistet bleiben. In Einzelfällen könne es aber zu Einschränkungen oder Verzögerungen kommen, sagte ein Verdi-Sprecher. Die Uniklinik in Tübingen teilte mit: "Dringliche Behandlungen werden weiterhin durchgeführt, die Akut- und Notfallversorgung wird zu jeder Zeit gewährleistet." Patientinnen und Patienten, deren Termine verschoben werden müssten, würden aktiv durch die jeweiligen Fachabteilungen informiert. Zu den Beschäftigten zählen unter anderem der Pflege- und Funktionsdienst, der medizinisch-technische Dienst und Verwaltungsmitarbeitende. Hintergrund des Warnstreiks ist der festgefahrene Tarifstreit für rund 26.000 Beschäftigte der vier Unikliniken. Verdi fordert 7,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 320 Euro zusätzlich pro Monat für die Beschäftigten. Auszubildende und Praktikantinnen und Praktikanten sollen monatlich 250 Euro mehr erhalten. Zudem verlangt die Gewerkschaft für Azubis einen Mobilitätszuschuss in Höhe des Deutschlandtickets. Die Arbeitgeber hatten in der ersten Verhandlungsrunde Anfang Mai laut Verdi kein Angebot vorgelegt. Sie verwiesen demnach auf hohe Zusatzkosten durch die geplante Krankenhausreform. Die nächste Verhandlungsrunde steht noch aus. © dpa-infocom, dpa:260517-930-89288/1