Datum16.05.2026 19:49
Quellewww.spiegel.de
TLDRUm mit dem überwältigenden Ruhm und Selbstzweifeln fertig zu werden, zog sich Schauspieler Matthew McConaughey 1996 für 22 Tage nach Peru zurück. Dort lebte er als "Mateo" und fand Trost in echten menschlichen Beziehungen, die ihn nicht als Star, sondern als Person sahen. Diese Erfahrung half ihm, seine Identität zu stärken und zu erkennen, wer ihn wirklich schätzte.
InhaltDer Erfolg hat den Schauspieler Matthew McConaughey in den Neunzigerjahren so sehr überrollt, dass er für drei Wochen nach Peru verschwand. Die Zeit abseits des Trubels habe ihm geholfen, mit seinen Selbstzweifeln umzugehen. Was macht ein aufsteigender Hollywood-Stern, wenn ihm alles zu viel wird? Als Matthew McConaughey, 56, Berühmtheit erlangte und ihm der Druck zu groß wurde, zog es ihn dahin, wo ihn keiner kannte: nach Peru. Für 22 Tage sei er dort als "Mateo" unterwegs gewesen, erzählte der Schauspieler im Podcast "No Magic Pill ". Der Moment seines Durchbruchs im Jahr 1996, als der Film "Die Jury" in die Kinos kam, habe sein Leben verändert: "Ich musste festen Boden unter die Füße bekommen." Wenn man plötzlich berühmt wird, würden die Personen, die man trifft, Schritte beim Kennenlernen überspringen. Auf einmal sei er nicht mehr gefragt worden, wie er heiße und was er mache – stattdessen seien die Gespräche direkt sehr persönlich geworden. Er habe angefangen, an sich zu zweifeln: "Ich wollte herausfinden: Welcher Teil der Bestätigung ist echt und welcher ist Bullshit?" In "Die Jury" spielt McConaughey einen jungen Anwalt, der die Verteidigung eines schwarzen Mannes übernimmt, der wegen des Mordes an den Vergewaltigern seiner Tochter angeklagt ist. In Peru sei er Menschen nahegekommen, die ihn als Person kannten und nicht als Star. Beim Abschied hätten sie und er geweint. Das habe sein Gefühl für seine Identität wieder gestärkt und ihm gezeigt, dass es Leute gibt, die ihn nur seiner selbst willen mögen: "Nach 22 Tagen wusste ich, ich kann nach Hause zurückkehren."