Staatsdienst: Bund der Steuerzahler will Anzahl der Beamten um die Hälfte reduzieren

Datum16.05.2026 19:19

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Bund der Steuerzahler fordert eine Halbierung der Beamtenzahl auf unter eine Million. Präsident Holznagel argumentiert, dass Beamte zwar anfangs kostengünstiger seien, die spätere Versorgungslast aber zu hoch ausfalle. Er kritisiert die Zunahme von Verbeamtungen, auch in Bereichen wie Bildung und Bürokratie, und sieht darin eine kurzfristige Kosteneinsparung, die langfristig teuer werde. Der Verband fordert zudem Kürzungen bei Subventionen und Steuervergünstigungen.

InhaltDer Steuerzahlerbund fordert, jede zweite Beamtenstelle einzusparen. Beamte seien zwar anfangs günstiger als Angestellte, später steige jedoch die Versorgungslast. Der Bund der Steuerzahler fordert einen radikalen Umbau beim Berufsbeamtentum. "Die hohe Anzahl von Beamtinnen und Beamten in Deutschland ist aus meiner Sicht falsch", sagte der Präsident des Verbandes, Reiner Holznagel. Aus seiner Sicht müsse die Zahl der Verbeamteten auf "deutlich unter einer Million" gedrosselt werden. Zudem forderte er Einschnitte bei Subventionen und Steuervergünstigungen. Die Verbeamtung habe in den letzten Jahren "sehr stark zugenommen", sagte Holznagel. So auch in Bereichen, in denen klassische Beamte gar nicht mehr vertreten sein sollten – etwa in der Bildung oder der Bürokratie. Der Beamtenstatus werde genutzt, um den Staatsdienst attraktiver zu machen und "um einen Kostenvorteil für den Staat zu realisieren", sagte Holznagel. Denn am Anfang seien Beamte günstiger als Angestellte. Jedoch komme später "der Bumerang in Form von hohen Versorgungslasten unweigerlich". Aktuell gibt es deutschlandweit rund zwei Millionen Menschen mit einem Beamtenstatus, einschließlich Justiz und Bundeswehr. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.