Datum16.05.2026 16:21
Quellewww.zeit.de
TLDRIn London demonstrierten Zehntausende in zwei getrennten Veranstaltungen. Anhänger des Rechtsextremisten Tommy Robinson riefen zum "Unite the Kingdom" auf, während propalästinensische Demonstranten an den Nakba-Tag erinnerten und teils gegen die rechte Kundgebung protestierten. Die Polizei setzte 4.000 Beamte ein, um die öffentliche Ordnung zu wahren. Elf Festnahmen gab es bisher.
InhaltIn London haben Anhänger des rechtsextremen Aktivisten Tommy Robinson und propalästinensische Demonstranten Kundgebungen begonnen. Die Polizei setzt 4.000 Beamte ein. In London ziehen Zehntausende Menschen in zwei getrennten Protestzügen durch das Zentrum der britischen Hauptstadt. Die Polizei rechnet mit mindestens 80.000 Teilnehmern und spricht von ihrem größten Einsatz zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung seit Jahren. An einer Kundgebung unter dem Motto "Unite the Kingdom" beteiligen sich Anhänger des rechtsextremen und islamfeindlichen Aktivisten Tommy Robinson, der mit bürgerlichem Namen Stephen Yaxley-Lennon heißt. Teilnehmer schwenken vor allem britische und englische Flaggen. Premierminister Keir Starmer hatte den Organisatoren vorgeworfen, "Hass und Spaltung" zu schüren. Parallel dazu läuft eine propalästinensische Demonstration zum sogenannten Nakba-Tag. Dabei wird an Flucht und Vertreibung von Palästinensern im Zusammenhang mit der Staatsgründung Israels 1948 erinnert. An dem Protest beteiligen sich auch Demonstranten, die sich gegen die rechte Kundgebung richten. Zu sehen sind überwiegend palästinensische Flaggen. Die Polizei setzt nach eigenen Angaben rund 4.000 Beamte ein, darunter Verstärkungskräfte von außerhalb Londons. Bis kurz nach Beginn der Demonstrationen wurden laut Polizei elf Menschen wegen verschiedener Delikte festgenommen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.