London: Mega-Demos und Fußball – Polizei mit Großaufgebot im Einsatz

Datum16.05.2026 14:28

Quellewww.spiegel.de

TLDRLondon bereitet sich auf erhebliche Polizeieinsätze vor, um Ausschreitungen während mehrerer Großveranstaltungen zu verhindern. Rund 4000 Polizisten sind im Einsatz, da sowohl rechtsextreme als auch propalästinensische Gruppen Demonstrationen angekündigt haben. Ein Pokalfinale trägt zusätzlich zur angespannten Lage bei. Die Regierung hat Einreiseverbote für einige ausländische "Agitatoren" verhängt, um die Verbreitung extremistischer Ansichten einzudämmen.

InhaltIn der britischen Hauptstadt will die Polizei mit rund 4000 Kräften Ausschreitungen verhindern. Sowohl Rechtsextreme als auch propalästinensische Aktivisten haben Aufmärsche angekündigt. Zwei Demonstrationen mit Zehntausenden erwarteten Teilnehmern und ein Pokalfinalspiel erfordern in der britischen Hauptstadt an diesem Samstag einen Großeinsatz der Polizei. Ein hochrangiger Beamter der Metropolitan Police sprach laut der Zeitung "The Guardian" von einem beispiellosen Einsatz, der bis zu 4,5 Millionen Pfund (etwa 5,16 Millionen Euro) kosten könne. Nach einer Mitteilung der Londoner Polizei sollen 4000 Polizistinnen und Polizisten, Pferde, Hunde, Drohnen und Hubschrauber aufgeboten werden, um Ausschreitungen und Zusammenstöße zu verhindern. Eine erste Auflage des "Unite the Kingdom"-Marschs, der in diesem Jahr vom Londoner West End zum Platz vor dem Parlament führt, hatte im vergangenen September mehr als 100.000 Menschen angezogen. Dabei war es zu Angriffen auf die Polizei gekommen. Gut zwei Dutzend Beamte wurden verletzt. Justizminister David Lammy warf den Organisatoren der "Unite the Kingdom"-Demo in einem Post auf dem Kurznachrichtendienst X vor, Hass und Spaltung zu verbreiten. Sollte es zu Gewalt kommen, werde man rasch handeln. An den Gerichten stünden dafür zusätzliche Kapazitäten bereit, schrieb er. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Die rechte Kundgebung fällt in diesem Jahr zusammen mit der propalästinensischen Demo zum Nakba-Tag, an dem an die Vertreibung von Palästinensern infolge der Staatsgründung Israels 1948 erinnert wird. Dazu versammelten sich Teilnehmer im Stadtteil Kensington. Verhindert werden soll, dass die beiden Seiten aufeinandertreffen. Die britische Regierung hatte im Vorfeld der rechtsextremen Demonstration elf Personen die Einreise verboten. Die "rechtsextremen Agitatoren" würden ins Land kommen, um extremistische Ansichten zu verbreiten, so Premierminister Keir Starmer. Unter anderem soll das Verbot einen deutschen AfD-Europaabgeordneten getroffen haben sowie eine islamfeindliche Influencerin aus den USA. (Mehr Details zu den Einreiseverboten lesen Sie hier.)