Datum16.05.2026 08:38
Quellewww.spiegel.de
TLDRUS-Präsident Trump verkündete auf Truth Social, dass die USA mit nigerianischen Streitkräften den IS-Vizechef "eliminiert" hätten. Er nannte ihn den "aktivsten Terroristen der Welt" und erklärte, dieser werde Afrika und Amerikaner nicht mehr terrorisieren. Trump sieht dadurch die globale Handlungsfähigkeit des IS deutlich geschwächt. Der Einsatz fand mutmaßlich in Nigeria statt, wo IS-Ableger und Boko Haram aktiv sind. Der Getötete wurde bereits 2023 von den USA mit Sanktionen belegt.
InhaltDie USA haben laut Präsident Trump den Vizechef der Terrororganisation "Islamischer Staat" vom "Schlachtfeld entfernt". Seine Ankündigung kam nicht ohne Superlativ aus. Das US-Militär hat nach Angaben von Präsident Trump gemeinsam mit nigerianischen Streitkräften den Vizechef der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) "eliminiert". Die Truppen hätten Abu Bilal al-Minuki, den "aktivsten Terroristen der Welt", "vom Schlachtfeld entfernt", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. "Er wird die Menschen in Afrika nicht länger terrorisieren, oder dabei helfen, Einsätze gegen Amerikaner zu planen", erklärte der US-Präsident. Seine Formulierungen legen nahe, dass der IS-Kommandeur getötet wurde, auch, wenn Trump dies nicht eindeutig schrieb. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Die weltweite Handlungsfähigkeit des IS sei damit deutlich geschwächt worden, schrieb Trump. In seinem Post machte er keine weiteren Angaben zu dem Militäreinsatz. Weder zum Zeitpunkt, zum Ort noch zu möglichen weiteren Opfern. Es blieb auch unklar, ob es sich bei dem Vorgehen der US-Streitkräfte eher um einen unterstützenden Einsatz aus der Luft handelte oder ob auch US-Soldaten am Boden im Einsatz waren. Trump dankte der nigerianischen Regierung für die Zusammenarbeit. Daher drängt sich die Vermutung auf, dass der Militäreinsatz in Nigeria stattgefunden hatte. Im Norden und Nordosten des westafrikanischen Landes sind mehrere Terrorgruppen aktiv, darunter die Islamisten von Boko Haram und auch IS-Ableger. Der Norden Nigerias grenzt zudem an den Sahelstaat Niger, wo ebenfalls mehrere Terrorgruppen wie der "Islamische Staat" aktiv sind. Die US-Armee hatte am ersten Weihnachtstag IS-Ziele im Nordwesten Nigerias angegriffen und dabei mehrere mutmaßliche IS-Kämpfer getötet. Zur Begründung der Angriffe führte Trump die Tötung "unschuldiger Christen" in dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas an. Die US-Regierung hatte den nunmehr getöteten IS-Kommandeur unter der international geläufigeren Namensschreibweise Al-Mainuki bereits 2023 mit Sanktionen belegt. Er soll demnach 1982 als nigerianischer Staatsbürger geboren worden sein. Oberster Chef der Terrororganisation ist nach US-Angaben seit 2023 Abu Hafis al-Haschimi al-Kuraischi. Er ist der inzwischen fünfte Mann an der Spitze der Terrormiliz, seit diese im Sommer 2014 in Syrien und im Irak ein "Kalifat" ausrief.