Handball-Testspiel: Heftige Abreibung: DHB-Team geht gegen Dänemark unter

Datum15.05.2026 21:01

Quellewww.zeit.de

TLDRDas deutsche Handball-Nationalteam hat einen Testspiel-Auftritt gegen Dänemark mit 28:36 verloren. Acht Monate vor der Heim-WM konnte die DHB-Auswahl das dänische "Trauma" nicht überwinden. Eine katastrophale erste Halbzeit, geprägt von Fehlwürfen und technischen Fehlern, machte eine bessere Ergebnisgestaltung unmöglich. Dänemarks Torhüter Emil Nielsen zeigte eine starke Leistung. Trotz einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit war die Hypothek aus der ersten Hälfte zu groß.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Handball-Testspiel“. Lesen Sie jetzt „Heftige Abreibung: DHB-Team geht gegen Dänemark unter“. Acht Monate vor der Heim-WM haben die deutschen Handballer ihr Dänemark-Trauma nicht überwinden können und gegen die skandinavischen Dominatoren einmal mehr verloren. In einer Neuauflage des EM-Finals musste sich die Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason im Testspiel in Kopenhagen mit 28:36 (13:21) geschlagen geben.  Für die DHB-Auswahl setzte sich die inzwischen zehn Jahre andauernde Leidenszeit gegen den amtierenden Olympiasieger, Weltmeister und Europameister schmerzhaft fort. Diesmal spielte Dänemark um den dreimaligen Welthandballer Mathias Gidsel keineswegs wie eine Übermannschaft, aber eine teils katastrophale erste Halbzeit kostete Deutschland ein besseres Ergebnis. Am Sonntag (15.30 Uhr) stehen sich beide Teams in Köln erneut gegenüber.  Nach Hochgeschwindigkeits-Handball in den ersten Minuten leistete sich Deutschland zu viele Fehlwürfe und scheiterte immer wieder an Dänemarks Torhüter Emil Nielsen. Auch dank zweier Gidsel-Tore setzte sich der Favorit auf 6:3 ab. Weil sich die Hausherren in der Folge ungewohnt viele Abspielfehler erlaubten, hatte das DHB-Team dennoch mehrere Chancen zum Ausgleich.  Die Partie wirkte in vielerlei Hinsicht wie ein klassisches Testspiel: viele Patzer, viele Experimente. So setzte Deutschland häufiger als sonst auf das Sieben-gegen-Sechs, bei dem der Torhüter zugunsten eines siebten Feldspielers vom Parkett genommen wird. Doch auch diese taktische Variante verpuffte und plötzlich lag man 8:14 hinten. Torhüter Andreas Wolff war überhaupt kein Faktor und musste den Platz noch vor der Pause für David Späth räumen. Auch Spielmacher Juri Knorr erzielte zunächst nur ein Tor bei vier Versuchen. "Wir haben unheimlich viele freie Würfe liegen lassen. Dazu kommen noch ein paar echt leichte technische Fehler", monierte Ex-Nationaltorhüter Silvio Heinevetter in der Halbzeit bei ProSieben.  Nach der Pause blieb Nielsen der Mann des Spiels. Nach 37 Minuten stand der dänische Keeper bereits bei 14 Paraden. Trotzdem präsentierte sich Deutschland angeführt von Renars Uscins nun treffsicherer. Die Abwehr stand kompakter, sodass die Skandinavier deutlich härter für ihre Tore arbeiten mussten.  Linksaußen Vincent Büchner kam zu seinem Debüt und verkürzte auf 23:26. Auch Späth kam im Tor zu sehenswerten Paraden. Doch die Hypothek aus der ersten Halbzeit war zu groß - und der Rückstand wurde wieder größer. © dpa-infocom, dpa:260515-930-86257/1