Kriminalität: Hackerangriff auf Rezeptprüfer - Gesundheitsdaten in Gefahr?

Datum15.05.2026 20:53

Quellewww.zeit.de

TLDRHacker haben die "Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftlichkeitsprüfung Niedersachsen" (Arwini) angegriffen, die Kassenrezepte für gesetzlich Versicherte prüft. Es wird vermutet, dass personenbezogene und besonders schützenswerte Daten wie Gesundheits- und Abrechnungsinformationen von potenziell über 70.000 Patienten betroffen sein könnten. Die genaue Datenmenge und der Umfang des Abflusses sind noch unklar, die Ermittlungen laufen. Betroffenen wird geraten, bei Kontaktaufnahmen vorsichtig zu sein.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kriminalität“. Lesen Sie jetzt „Hackerangriff auf Rezeptprüfer - Gesundheitsdaten in Gefahr?“. Kriminelle Hacker haben in Hannover einen Verein angegriffen, der Kassenrezepte prüft. Anfang Mai seien Hinweise auf einen Cyberangriff auf den Server des Vereins entdeckt worden, bestätigte der Verein "Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftlichkeitsprüfung Niedersachsen" (Arwini) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten die "Hannoversche Allgemeine" (HAZ) und der NDR darüber berichtet. Träger des Vereins sind unter anderem die AOK, weitere Krankenkassen und die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen. Arwini prüft Rezepte, die Ärzte für gesetzlich Versicherte in Niedersachsen ausstellen, auf Wirtschaftlichkeit. "Nach derzeitigen Erkenntnissen ist es wahrscheinlich, dass personenbezogene und auch besonders schützenswerte Daten betroffen sind", hieß es in der Mitteilung. Potenziell betroffen sein könnten Kontakt- und Gesundheitsdaten sowie Abrechnungsinformationen von Patienten der gesetzlichen Krankenversicherungen. Derzeit lägen noch keine gesicherten Erkenntnisse darüber vor, in welchem Umfang Daten tatsächlich abgeflossen sind, hieß es. Die Untersuchungen dauerten an.  Nach Recherchen von HAZ und NDR könnten mehr als 70.000 Datensätze erbeutet worden sein. Arwini empfiehlt möglichen Betroffenen, besonders aufmerksam bei Kontaktaufnahmen zu sein und keine verdächtigen E-Mails oder Anhänge zu öffnen. © dpa-infocom, dpa:260515-930-86237/1