Präsidentschaftswahl in Peru: Präsidententochter und Ex-Minister kommen in Peru in die Stichwahl

Datum15.05.2026 19:16

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Peru stehen Keiko Fujimori, Tochter des ehemaligen Präsidenten, und der linke Ex-Minister Roberto Sánchez in der Stichwahl um das Präsidentenamt. Fujimori, die bereits zum vierten Mal antritt, setzte sich mit 17,18 % der Stimmen durch und will Kriminalität bekämpfen. Sánchez, der 12,03 % erhielt, plant eine Erhöhung der Staatsausgaben, eine Steuerreform und eine teilweise Verstaatlichung von Bodenschätzen.

InhaltDie Kandidaten für die Stichwahl in Peru stehen nach langer Auszählung fest: Eine Konservative kämpft gegen einen linken Abgeordneten um das Präsidentenamt. Nach wochenlanger Auszählung sind die Kandidaten für die Stichwahl um das Präsidentenamt in Peru gesetzt. Neben der konservativen Keiko Fujimori qualifizierte sich der linke Ex-Minister Roberto Sánchez für die zweite Wahlrunde am 7. Juni, wie die Wahlkommission am Freitag mitteilte. Nach Auszählung aller Wahlzettel erhielt Fujimori 17,18 Prozent der Stimmen, Sánchez kam mit 12,03 Prozent auf den zweiten Platz. Fujimori ist die Tochter des 2024 verstorbenen Ex-Präsidenten Alberto Fujimori und steht bereits zum vierten Mal in der Stichwahl. Sie hat angekündigt, mit aller Stärke gegen Kriminalität vorzugehen. Nach ihrem Willen sollen Vorsitzende Richterinnen und Richter in Strafrechtsprozessen künftig anonym bleiben. Häftlinge sollen arbeiten, um sich ihr Essen zu verdienen. Sánchez war Außenhandelsminister unter dem inhaftierten ehemaligen Präsidenten Pedro Castillo und hat angekündigt, seinen früheren Mentor zu begnadigen. Er will unter anderem die Staatsausgaben erhöhen, das Steuersystem reformieren und die Bodenschätze des Landes teilweise verstaatlichen. Verträge mit den im Land tätigen Bergbauunternehmen will Sánchez neu verhandeln. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.