Datum15.05.2026 18:28
Quellewww.spiegel.de
TLDRGroßbritannien hat elf als rechtsextreme Agitatoren eingestuften Personen, darunter AfD-Politiker Petr Bystron, die Einreise verweigert. Sie wollten an einer Demonstration des Rechtsextremen Tommy Robinson in London teilnehmen, die zu "Hass und Spaltung" aufruft. Premierminister Keir Starmer kündigte entschlossenes Vorgehen gegen Hass und Chaos an. Tausende Polizisten sind im Einsatz, um Zusammenstöße mit einer parallel stattfindenden propalästinensischen Demonstration zu verhindern.
InhaltDie britischen Behörden verbieten elf "rechtsextremen Agitatoren" die Einreise – darunter einem AfD-Europaabgeordneten. Sie wollten offenbar an einer Kundgebung des Rechtsextremisten Tommy Robinson teilnehmen. Die britische Regierung hat vor einer Demonstration in London elf Personen die Einreise verboten. Die "rechtsextremen Agitatoren" würden ins Land kommen, um extremistische Ansichten zu verbreiten, schreibt Premierminister Keir Starmer bei X . Laut einem "t-online"-Bericht darf unter anderem der AfD-Europaabgeordnete Petr Bystron nicht nach Großbritannien reisen. Er sollte offenbar als Redner an der Demonstration teilnehmen. Weitere Einreiseverbote sollen sich gegen die islamfeindliche Influencerin Valentina Gomez aus den USA richten sowie den belgischen Politiker Filip Dewinter und den polnischen Politiker Dominik Tarczyński. Der "Unite the Kingdom"-Marsch am Samstag wird organisiert vom Rechtsextremen Tommy Robinson. Er mobilisierte bereits bei einer Demonstration im September 2025 mehr als 100.000 Menschen. Es kam zu Ausschreitungen, mehrere Polizisten wurden verletzt. Die Organisatoren der Demo würden "Hass und Spaltung" schüren, sagte Starmer. Wer auf den Straßen Londons Chaos anrichte, müsse "mit der ganzen Härte des Gesetzes rechnen". Seine Regierung werde sich stets für friedliche Proteste einsetzen, aber entschlossen gegen Hass vorgehen, so der Premierminister. Auf der Plattform X echauffierte sich Robinson bereits über die Regierung. Starmer sei "der Feind der Briten", schrieb er. Robinson, der eigentlich Stephen Yaxley-Lennon heißt, ist einer der bekanntesten Rechtsextremen Großbritanniens. Der frühere Chef der rechtsextremen Vereinigung English Defence League ist bekannt für seine islamfeindlichen Aktivitäten und geriet bereits mehrmals in Konflikt mit dem Gesetz. Die Londoner Polizei plant unterdessen einen Großeinsatz: Etwa 4000 Beamte seien in der britischen Hauptstadt im Einsatz, heißt es in einer Mitteilung. Neben dem rechten Marsch ist auch eine größere propalästinensische Demonstration geplant. Die Polizei will Zusammenstöße der beiden Demos verhindern.