Verkehrsprojekte: Sondervermögen fließt auch in Landesstraßen

Datum15.05.2026 14:32

Quellewww.zeit.de

TLDRDas Bundes-Sondervermögen wird zur Beschleunigung der Sanierung von Landesstraßen in NRW eingesetzt. Verkehrsminister Oliver Krischer legte eine Liste mit Projekten vor, darunter 23 Brückenneubauten und Fahrbahnsanierungen, wofür dieses Jahr 60 Millionen Euro fließen. Ein Beispiel ist eine Brücke in Königswinter, die in zehn Monaten fertiggestellt werden soll. Zusätzlich stehen 235 Millionen Euro aus dem NRW-Haushalt zur Verfügung. Die Opposition kritisiert die Landesregierung und bezeichnet die Maßnahmen als "Etikettenschwindel".

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Verkehrsprojekte“. Lesen Sie jetzt „Sondervermögen fließt auch in Landesstraßen“. Mit Hilfe des Sondervermögens des Bundes soll auch die Sanierung von Landesstraßen in Nordrhein-Westfalen beschleunigt werden. Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) hat eine erste Liste für Landesstraßen vorgelegt, die den Ersatzneubau von 23 Brücken sowie Fahrbahnsanierungen meist inklusive eines begleitenden Radweges und Tunnelsanierungen umfasst. Dafür flössen in diesem Jahr 60 Millionen Euro aus dem Sondervermögen.  Eine der ersten Maßnahmen sei der Neubau einer 85 Meter langen Brücke über die Bahn in Königswinter an der L193. Das Projekt soll in nur zehn Monaten zwischen dem ersten Spatenstich bis zur Verkehrsfreigabe fertiggestellt werden. Der Landesbetrieb Straßen.NRW plane den Ersatzneubau während der Generalsanierung der Bahnstrecke Troisdorf - Wiesbaden ab dem Sommer.  "Mit den Mitteln aus dem Sondervermögen schaffen wir mehr Projekte pro Jahr, können andere vorziehen und den Sanierungsstau schneller abarbeiten", erklärte der NRW-Verkehrsminister. Aus dem NRW-Landeshaushalt stehen nach Angaben seines Ministeriums 235 Millionen Euro für die Erhaltung der Landesstraße in diesem Jahr und damit 4 Millionen mehr als 2025 bereit. Die Opposition kritisierte die schwarz-grüne Landesregierung. Das Bauschild "Nordrhein-Westfalen-Plan" am Projekt in Königswinter sei Etikettenschwindel im Großformat, erklärte die SPD-Fraktion. Außerdem sei die Landesförderung kommunaler Straßenbau zurückgefahren worden. Die FDP erklärte: "Das größte Verkehrsprojekt von Schwarz-Grün ist bislang der Verschiebebahnhof". © dpa-infocom, dpa:260515-930-84608/1