Datum15.05.2026 13:42
Quellewww.zeit.de
TLDRDer israelische Minister Itamar Ben-Gvir hat auf dem Tempelberg in Ostjerusalem die israelische Flagge gehisst. Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) kritisiert dies als "bewusste Provokation" und fordert eine Wiederherstellung des Status quo. Der Tempelberg ist eine heilige Stätte für den Islam und beherbergt die Al-Aksa-Moschee. Ben-Gvirs Aktion sorgt international für Empörung und verschärft die Spannungen in der Region.
InhaltDer rechtsextreme israelische Minister Ben-Gvir hat vor der Al-Aksa-Moschee in Ostjerusalem eine Israelflagge gehisst. Ein Verband islamischer Staaten kritisiert das. Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit OIC kritisiert den rechtsextremen israelischen Minister Itamar Ben-Gvir für dessen Teilnahme an einer Kundgebung an einer der heiligsten Stätten des Islam. Ben-Gvir hatte am Donnerstag an der Spitze von Siedlergruppen den Platz der Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg in Ostjerusalem besucht und dort die israelische Flagge gehisst. Die OIC, ein Verband von 57 Staaten mit Sitz im saudi-arabischen Dschidda, sprach in einer Erklärung von einer "bewussten Provokation der Gefühle von Muslimen weltweit". Ben-Gvir hatte auf X ein Foto von sich mit Israelflagge auf dem Tempelberg veröffentlicht. Dazu schrieb er: "Man kann mit Stolz sagen: Wir haben die Kontrolle über den Tempelberg wiederhergestellt." Der Komplex von Felsendom und Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg gilt als wichtigstes islamisches Heiligtum nach Mekka und Medina. Ben-Gvir hatte wiederholt in der Vergangenheit zum sogenannten Jerusalem-Tag mit Besuchen einen israelischen Besitzanspruch auf das Areal erhoben, auf dem sich in der Antike der jüdische Tempel befand. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.