Spezialkräfte im Einsatz: Offene Geldstrafe: Verurteilter «Reichsbürger» festgenommen

Datum15.05.2026 12:52

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Wuppertal wurde ein 69-jähriger Mann, der der "Reichsbürger"-Szene zugeordnet wird, festgenommen. Die Festnahme erfolgte aufgrund eines Vollstreckungshaftbefehls, da er eine Geldstrafe von 2.000 Euro wegen versuchter Nötigung nicht beglichen hatte. Mangels Zahlung wird er voraussichtlich 20 Tage in Haft verbringen. Spezialeinsatzkräfte wurden angefordert, als der Mann nach einer Ansprache die Tür schloss und Geräusche vermuten ließen, er könnte sich verbarrikadieren. Schließlich kam er zur Kooperation und es gab keine Verletzten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Spezialkräfte im Einsatz“. Lesen Sie jetzt „Offene Geldstrafe: Verurteilter "Reichsbürger" festgenommen“. Ein mutmaßlich der "Reichsbürger"-Szene angehörender Mann ist in Wuppertal unter Beteiligung von Spezialeinsatzkräften der Polizei festgenommen worden. Die Beamten hätten einen Vollstreckungshaftbefehl umgesetzt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wuppertal.  Der 69-Jährige sei rechtskräftig wegen versuchter Nötigung zu einer Geldstrafe von 2.000 Euro beziehungsweise 40 Tagessätzen verurteilt, erläuterte der Sprecher. Da der Mann die Geldstrafe nicht bezahlt habe, werde er voraussichtlich 20 Tage in der Justizvollzugsanstalt verbringen.  Nach Angaben der Polizei lag den eingesetzten Beamten ein Haftbefehl zur Ersatzfreiheitsstrafe des Amtsgerichtes Wuppertal vor. Der Mann habe nach einer Ansprache der Polizeibeamten seine Wohnungstür zugeschlagen.  Geräusche hinter der Wohnungstür hätten vermuten lassen, dass er sich möglicherweise verbarrikadiere. Unter anderem deshalb seien Spezialkräfte angefordert worden. Der 69-Jährige sei nach einem Gespräch schließlich doch aus seiner Wohnung herausgekommen. Verletzt worden sei niemand. Sogenannte Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik und ihre Gesetze nicht an. Sie behaupten fälschlicherweise, dass das Deutsche Reich weiterhin bestehe. © dpa-infocom, dpa:260515-930-83823/1