Forderung vor Landtagswahl: DJV: «Freiheit von Presse und Rundfunk sichern»

Datum15.05.2026 12:46

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Deutsche Journalisten-Verband (DJV) fordert angesichts steigender Umfragewerte der AfD in Sachsen-Anhalt eine Verankerung der Presse- und Rundfunkfreiheit in der Landesverfassung. Der DJV warnt vor willkürlichen Sanktionen und Mobbing gegenüber Medienschaffenden unter einer möglichen AfD-Regierung und vergleicht die Situation mit Polen und Ungarn. Um kritische Berichterstattung zu sichern, sollen Auskunftsrechte sowie Zugang zu staatlichen Veranstaltungen explizit festgeschrieben werden.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Forderung vor Landtagswahl“. Lesen Sie jetzt „DJV: "Freiheit von Presse und Rundfunk sichern"“. Vor dem Hintergrund eines möglichen Wahlsiegs der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) gefordert, die Freiheit von Presse und Rundfunk zu sichern. "Wenn die demokratischen Landtagsfraktionen nicht tätig werden, droht die Gefahr, dass im September der Vorhang für die freie Berichterstattung fällt und willkürliche Sanktionen und Mobbing gegenüber Medienschaffenden zur neuen Normalität in Sachsen-Anhalt werden", sagte der DJV-Bundesvorsitzende Mika Beuster laut einer Mitteilung. In Sachsen-Anhalt wird am 6. September gewählt.  Sachsen-Anhalt dürfe nicht zu einem zweiten Polen oder Ungarn werden, wo Politiker den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu Grabe getragen und durch willfährigen Staatsrundfunk ersetzt haben, hieß es. Der DJV forderte, die Rechte der Presse auf Auskunft sowie auf Zugang und Teilnahme an staatlichen Veranstaltungen und Sitzungen explizit in der Verfassung abzusichern. "Nur so lässt sich verhindern, dass unter einer AfD-Regierung kritische Berichterstattung ausgesperrt wird", sagte Beuster.  In einer Umfrage des Instituts Infratest dimap lag die AfD in Sachsen-Anhalt zuletzt mit 41 Prozent deutlich vor der CDU (26 Prozent) und den Linken (12). © dpa-infocom, dpa:260515-930-83757/1