Datum15.05.2026 12:42
Quellewww.zeit.de
TLDRBeim Katholikentag in Würzburg wurde eine Podiumsdiskussion mit Friedrich Merz von Klimaaktivisten gestört, die lautstark gegen die Klimapolitik protestierten. Nach anfänglichen Zwischenrufen wurden die Aktivisten vom Publikum zum Gehen aufgefordert, die Veranstaltung konnte fortgesetzt werden. Merz räumte währenddessen ein, seine Kommunikation verbessern zu müssen, um die Menschen besser zu erreichen und ihnen Optimismus angesichts von Zukunftsängsten zu vermitteln.
InhaltKlimaaktivisten haben eine Podiumsdiskussion mit dem Bundeskanzler minutenlang gestört. Friedrich Merz räumte unterdessen ein, seine Kommunikation verbessern zu müssen. Eine Podiumsdiskussion mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) beim Katholikentag in Würzburg ist von Klimaaktivisten mit Zwischenrufen und Pfiffen unterbrochen worden. Die mehr als 1.000 Besucherinnen und Besucher im Saal nahmen die Störung zunächst einige Minuten lang hin, forderten die Protestierenden dann jedoch zum Verlassen der Veranstaltung auf. Sicherheitskräfte führten eine Frau aus dem Saal, eine weitere Aktivistin ging freiwillig. Danach konnte die Veranstaltung fortgesetzt werden. Nach Angaben der Polizei hatten sich vor dem Auftritt des Kanzlers etwa 400 Demonstrierende vor dem Congress Centrum versammelt. Sie protestierten unter anderem gegen die Klimapolitik der Bundesregierung. Der Kanzler hatte auf dem Podium mit Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz, und der Geistlichen Leiterin des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend, Lisa Quarch, über die drängenden Fragen der Jugend und ihre Zukunft gesprochen. Merz räumte dabei eigene Kommunikationsprobleme ein. Der CDU-Chef sagte, er beschäftige sich mit immer größerer Intensität mit der Frage, woran es liege, dass es ihm offensichtlich nicht gelinge, die Menschen im Land hinreichend zu erreichen und zu überzeugen. "Ich weiß, dass ich in meiner Kommunikation etwas verbessern muss, damit diese Botschaft besser verstanden wird", sagte Merz. Er versuche, den Menschen Zukunftsängste zu nehmen, die weit verbreitet seien. Zudem wolle er versuchen, dem Land und der Bevölkerung trotz großer Herausforderungen Optimismus zu geben, dass man es hinbekommen könne. Er müsse aber noch mehr erklären. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.