Datum15.05.2026 10:32
Quellewww.spiegel.de
TLDREmilia Clarke litt nach zwei Gehirnoperationen unter starken psychischen Folgen. Sie fühlte sich, als sollte sie nicht leben und war von Angst vor erneutem Tod geprägt. Die Schauspielerin öffnete sich emotional erst nach geraumer Zeit und sah ihre Krankheit als Versagen. Weiterzuarbeiten half ihr, die Erlebnisse zu verarbeiten. Clarke hat die Wohltätigkeitsorganisation SameYou mitbegründet, die sich für die psychische Gesundheit von Menschen mit Hirnverletzungen einsetzt.
Inhalt"Als ob ich nicht hier sein sollte": Schauspielerin Emilia Clarke hat darüber gesprochen, wie schwer die Zeit nach ihren Hirnoperationen für sie war – vor allem emotional. "Es war das Gegenteil von: Ich habe überlebt, mir geht es großartig!": Schauspielerin Emilia Clarke, 39, hat darüber gesprochen, wie hart die Zeit nach zwei lebensrettenden Gehirnoperationen für sie war. "Ich war einfach davon überzeugt, dass ich dem Tod entkommen war und dass ich eigentlich sterben sollte, und jeden Tag war das alles, woran ich denken konnte", sagte die 39-Jährige im Podcast "How To Fail with Elizabeth Day". "Es war dieses Gefühl, als ob ich nicht hier sein sollte. Das wird kommen und mich holen." Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Nach ihrer zweiten Operation habe sie sich "emotional völlig verschlossen", schilderte die Britin. Sie habe ihre gesundheitlichen Probleme als Versagen ihres Körpers gesehen: "Ich habe nicht auf mich geachtet. Ich habe mir keine Nachsicht gegönnt." Jedes Mal, wenn sie Kopfschmerzen gehabt habe, sei sie von Angst überwältigt worden, erneut eine Hirnblutung zu haben. Bei einem Promo-Auftritt für "Game of Thrones" kurz nach einer der Operationen habe sie gedacht: "Wenn ich sterben muss, dann wenigstens live im Fernsehen." Dennoch habe es ihr geholfen weiterzuarbeiten, um mit der Sache emotional umgehen zu können: "Ohne meine Arbeit weiß ich nicht, was ich getan hätte". Clarke spielte in der Fantasy-Saga "Game of Thrones" von 2011 bis 2019 die Drachenkönigin Daenerys Targaryen. Bereits 2011, nach den Dreharbeiten zur ersten Staffel, wurde bei ihr ein Aneurysma im Kopf – eine mit Blut gefüllte Aussackung einer Arterie – festgestellt. Bereits einige Wochen nach der Operation kehrt sie ans Set zurück. 2013, als sie für ein Broadway-Stück in New York war, musste sie noch einmal plötzlich operiert werden. Clarke hatte erstmals 2019 öffentlich über ihre gesundheitlichen Probleme und die beiden lebensrettenden Hirnoperationen gesprochen. Gemeinsam mit ihrer Mutter Jennifer gründete sie im selben Jahr die Wohltätigkeitsorganisation SameYou, die sich für die psychische Gesundheit von Menschen mit Hirnverletzungen einsetzt.