Scientology: Verfassungsschutz stellt gesonderte Beobachtung von Scientology ein

Datum15.05.2026 10:12

Quellewww.zeit.de

TLDRDas Bundesamt für Verfassungsschutz stellt die gesonderte Beobachtung von Scientology ein. Die Organisation habe bundesweit an Bedeutung verloren, weshalb sich die Behörden auf andere Gefahren comme Spionage und Terrorismus konzentrieren wollen. Seit 1997 wurde Scientology beobachtet, obwohl sie sich als Kirche versteht, wird sie von Kritikern als Sekte eingestuft. Künftig erscheint sie nicht mehr gesondert im Verfassungsschutzbericht.

InhaltSeit 1997 wird Scientology vom Verfassungsschutz beobachtet. Künftig wollen sich die Behörden auf andere Themen fokussieren. Die Organisation habe an Bedeutung verloren. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat die planmäßige Beobachtung der Scientology-Organisation eingestellt. Die Behörde teilte mit, dass Scientology in den vergangenen Jahren auf Bundesebene an Bedeutung verloren habe. Deshalb werde die Organisation nicht mehr gesondert und dauerhaft vom Verfassungsschutz bearbeitet.  Auch im jährlichen Verfassungsschutzbericht taucht Scientology künftig nicht mehr als eigener Punkt auf, hieß es. Hintergrund ist, dass sich der Verfassungsschutz stärker auf andere Gefahren konzentrieren will, etwa Spionage, Sabotage und Terrorismus. Der Verfassungsschutz beobachtet Scientology seit 1997 bundesweit. Die Organisation versteht sich als Kirche. Außenstehende Experten und ehemalige Mitglieder beschreiben sie als Sekte, die ihre Mitglieder in psychische und finanzielle Abhängigkeit führt. Das BfV ging in seinem Bericht für das Jahr 2024 davon aus, dass Scientology in Deutschland rund 3.600 Mitglieder hat. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.