Max Giesinger spricht über »psychischen Zerfall« während »The Voice of Germany«

Datum15.05.2026 08:04

Quellewww.spiegel.de

TLDRMax Giesinger beschreibt seine Teilnahme an "The Voice of Germany" als eine extreme Phase seines Lebens, die von psychischem Zerfall geprägt war. Er litt unter der Polarisierung durch positive und negative Reaktionen, besonders unter Hasskommentaren. Nach der Show erlebte er eine Sinnkrise, da er befürchtete, nur als "Casting Stempel" bekannt zu bleiben. Erst als er merkte, dass seine eigenen Auftritte und Songs ankamen, verbesserte sich seine Situation.

InhaltEinerseits Bestätigung, andererseits Hass: Max Giesinger erinnert sich an "The Voice of Germany" – und berichtet von der "riesen Sinnkrise" nach der Show. 2011 nahm Max Giesinger mit Anfang 20 an "The Voice of Germany" teil – und auch wenn er nur vierter wurde, ist er heute bekannter als viele Gewinner und Gewinnerinnen der Castingshow. Doch die Zeit in und nach der Sendung war nicht leicht für ihn, wie der 37-Jährige im Podcast "Wie geht's?" von Fußballprofi Robin Gosens erzählte. Es sei "mit so die krasseste Phase" seines Lebens gewesen. Vorher habe er in Kneipen und bei Hochzeiten gespielt und plötzlich sei er einem "Riesenpublikum" präsentiert worden und habe 80.000 Follower bei Facebook gehabt. "Und Leute lieben dich, aber Leute hassen dich auch", erinnert er sich. Auch weil er "manchmal ein paar Töne halt verfehlt" habe, habe er polarisiert. Einerseits habe er zwar die Bestätigung bekommen, auf die er so lange gewartet habe, andererseits fiel es ihm offenbar sehr schwer, mit den negativen Reaktionen umzugehen. Er habe sich Hasskommentare "so krass zu Herzen genommen, dass ich manchmal nicht mehr schlafen konnte. Das hat mich komplett fertig gemacht." Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Die erste Sendung, die sogenannte Blind Audition, sei noch "mega" gewesen, doch von Sendung zu Sendung sei er unsicherer geworden, auch weil er sich in die Songauswahl habe hineinreden lassen. "Du siehst richtig meinen psychischen Zerfall, wo ich am Anfang noch strahle und am Ende echt wie ein Zombie bin." Rückblickend sei er wahrscheinlich einfach noch nicht bereit gewesen. Auch nach seinem Ausscheiden wurde es erstmal nicht besser. Nach dem monatelangen "Vollprogramm" im Rahmen von "The Voice" habe er wieder in seinem Kinderzimmer gesessen und eine "riesen Sinnkrise" gehabt. Er habe befürchtet, dass seine Karriere vorbei sei und er für immer "der Dude mit Casting Stempel" sein werde. Erst als er merkte, dass zu seinen eigenen Auftritten "voll viele" Leute kamen und auch seine eigenen Songs mochten, sei es bergauf gegangen. Bis zum richtigen Durchbruch mit dem Lied "80 Millionen" dauerte es dennoch noch rund vier Jahre.