Datum15.05.2026 08:02
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Geschäftsklima im deutschen Wohnungsbau ist im April stark eingebrochen, der stärkste Rückgang seit April 2022. Zwar war die Lage 2023/24 teils schlechter, doch trüben sich nun Zukunftserwartungen und laufende Geschäfte ein. Geopolitische Unsicherheit und steigende Lieferengpässe belasten die Branche. Dennoch bleibt die Auftragslage weitgehend stabil, ebenso die Stornierungsquote.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Konjunktur-Umfrage“. Lesen Sie jetzt „Stimmung in der Wohnungsbaubranche bricht laut Ifo ein“. Die Stimmung in der deutschen Wohnungsbauwirtschaft ist laut einer Konjunkturumfrage im April so stark eingebrochen wie seit rund vier Jahren nicht mehr. Das Geschäftsklima fiel laut dem Münchner Ifo-Institut von minus 19,3 auf minus 28,4 Punkte – der stärkste Rückgang seit April 2022. In den Jahren 2023 und 2024 war das Geschäftsklima mit Werten teils zwischen minus 40 bis um die minus 60 Punkten insgesamt jedoch noch schlechter. Vor allem die Zukunftserwartungen der Unternehmen trübten sich derzeit deutlich ein, aber auch die Beurteilung der laufenden Geschäfte verschlechtere sich, hieß es nun. "Die geopolitische Unsicherheit belastet inzwischen auch den Wohnungsbau in Deutschland", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. Die Sorgen um Lieferengpässe nehmen den Angaben zufolge spürbar zu. Im April meldeten 9,2 Prozent der befragten Unternehmen Einschränkungen bei der Materialversorgung – vor allem bei Grundstoffen. Zuvor hatte dieser Wert über zwei Jahre hinweg bei lediglich rund einem Prozent gelegen. Im laufenden Geschäft blieb die Lage derweil weitgehend stabil. Der Anteil der Betriebe, die über zu wenig Aufträge klagen, veränderte sich kaum und lag bei 43,8 Prozent. Auch die Stornierungsquote blieb mit 10,8 Prozent nahezu unverändert. © dpa-infocom, dpa:260515-930-82412/1