Datum15.05.2026 08:03
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Verband Queere Vielfalt (LSVD+) kritisiert ein Staatsversagen beim Schutz queerer Menschen vor Queerfeindlichkeit. Die Zahl der Straftaten gegen diese Minderheit hat sich seit 2010 fast verzehnfacht, darunter fallen Hasskriminalität, Gewalt und Beleidigungen. Der Verband fordert daher die Ergänzung von Artikel 3 des Grundgesetzes, um queere Menschen explizit vor Diskriminierung zu schützen.
InhaltIn den vergangenen Jahren hat sich die Anzahl der Straftaten gegen queere Menschen dramatisch erhöht. Der Verband Queere Vielfalt sieht ein Versagen staatlicher Behörden. Der Verband Queere Vielfalt (LSVD+) kritisiert einen mangelnden Schutz des Staates bei der Bekämpfung von Hasskriminalität gegen schwule Männer, lesbische Frauen, Transmenschen und andere sexuelle Minderheiten. Vor diesem Hintergrund fordert LSVD+ die Ergänzung von Artikel 3 des Grundgesetzes, der Menschen gezielt vor Diskriminierung schützt. Auch queere Menschen sollten dort explizit aufgeführt werden, regt der Verband an. Im Mai 2025 hatte das Bundeskriminalamt (BKA) mitgeteilt, dass sich die Zahl der Straftaten im Bereich "Sexuelle Orientierung" und "Geschlechtsbezogene Diversität" seit 2010 fast verzehnfacht haben. Dazu gehörten oft Beleidigungen, Gewalttaten, Volksverhetzung sowie Nötigungen und Bedrohungen. "Jeder einzelne Fall ist für eine freiheitliche Gesellschaft beschämend", sagte Bundesvorstand Andre Lehmann der Nachrichtenagentur dpa. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.