Datum15.05.2026 05:14
Quellewww.zeit.de
TLDRZehn Länder, darunter Australien und Dänemark, qualifizierten sich für das ESC-Finale 2026. Rumänien schaffte es mit einem kontroversen Lied ebenfalls weiter. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Österreich sind als Sponsoren bereits gesetzt. Topfavoriten wie Finnland und Griechenland hatten sich zuvor qualifiziert. Deutschland wird trotz gesichertem Finalplatz geringe Siegchancen zugesprochen. Der ESC feiert sein 70-jähriges Bestehen, wird jedoch vom Konflikt um Israels Teilnahme überschattet.
InhaltDie australische Sängerin Delta Goodrem erfüllte mit der Ballade "Eclipse" hohe Erwartungen. Die Rumänin Alexandra Capitanescu kam mit ihrem kontoversen Würgelied weiter. Die 25 Finalisten für den Eurovision Song Contest (ESC) am Samstag stehen fest. Am Donnerstag qualifizierten sich im zweiten Halbfinale in Wien zehn weitere Länder. Darunter sind Australien und Dänemark, die in Wettbüros zum erweiterten Favoritenkreis zählen. Ebenso qualifizierten sich die Beiträge aus Bulgarien, der Ukraine, Norwegen, Malta, Zypern, Albanien und Tschechien. Die diesjährigen Topfavoriten aus Finnland und Griechenland hatten die Hürde bereits im ersten Halbfinale am Dienstag genommen. Ausgeschieden sind dagegen Aserbaidschan, Luxemburg, Armenien, die Schweiz und Lettland. Delta Goodrem rechtfertigte in der Wiener Stadthalle mit ihrer Ballade Eclipse die hohen Erwartungen an eine starke Platzierung Australiens – die in ihrem Heimatland äußerst erfolgreiche Sängerin zeigte einen perfekt inszenierten Auftritt. Australien nimmt seit 2015 an dem Wettbewerb teil, es bekam als assoziiertes Mitglied der europäischen Rundfunkunion EBU damals ein Startrecht. Von den erfolgreichen Teilnehmern des zweiten Halbfinales werden auch dem Dänen Sören Torpegaard Lund mit seinem auf dänisch gesungenen For Vi Gar Hjem Siegchancen zugerechnet. Das Lied ist eine kühle Popnummer mit provokativer Bühnenshow. Qualifizieren konnte sich zudem die Rumänin Alexandra Capitanescu mit ihrem umstrittenen Lied Choke me ("Würge mich"). Kritiker hatten ihr vorgeworfen, sie verharmlose sexuell motivierte Würgespiele. Deutschland mit seiner Starterin Sarah Engels ist als ein wichtiger Geldgeber des Wettbewerbs automatisch fürs Finale qualifiziert. Auch Frankreich, Großbritannien und Italien sind als Hauptsponsoren als Finalisten ebenso gesetzt wie Österreichs Kandidat Cosmó. Für Frankreich konnte die Sängerin Monroe insofern ihre Nummer Regarde! am Donnerstag ohne Qualifikationsdruck vorstellen. Sie begeisterte das Publikum in der Wiener Stadthalle mit ihrer Opernstimme. Österreichs Sänger Cosmó erzeugte merklich weniger Enthusiasmus im Saal. In den Wettbüros vorne steht seit Wochen Finnland, das sich bereits im ersten Halbfinale am Dienstag qualifizierte. Auch Griechenland und Israel, die sich ebenfalls Anfang der Woche qualifizieren konnten, werden von den Wettbüros Siegchancen zugerechnet. Deutschlands Sängerin Engels geben die Wettbüros keinerlei Siegchancen, sie wird weit abgeschlagen im hinteren Bereich der 25 Finalisten gesehen. Unmittelbar nach dem zweiten Halbfinale stand Engels in einer auf dem Portal eurovisionworld.com veröffentlichten Übersicht aller Wettanbieter auf Platz 23 der nun 25 Finalisten. Nur Belgien und Österreich liegen noch hinter Deutschland. Der ESC ist der weltweit am meisten beachtete Musikwettbewerb. In diesem Jahr feiert er sein 70-jähriges Bestehen. Das Jubiläum steht allerdings im Zeichen eines Konflikts um die Teilnahme Israels. Aus Protest gegen Israels Krieg im Gazastreifen boykottieren die Niederlande, Spanien, Irland, Slowenien und Island den Wettbewerb.