USA und China: Trump lädt Chinas Staatschef Xi in die USA ein

Datum14.05.2026 15:11

Quellewww.zeit.de

TLDRUS-Präsident Trump lud Chinas Staatschef Xi Jinping ins Weiße Haus ein. Beide lobten die bilaterale Beziehung und betonten ihre Wichtigkeit. Währenddessen signalisierte Xi, dass Chinas Ziele und "Make America Great Again" harmonieren könnten, warnte jedoch vor Gefahren im Umgang mit Taiwan. Gespräche über die Straße von Hormus und Chinas Marktzugang waren ebenfalls Teil des Treffens, das inmitten eines Handelskonflikts stattfand.

InhaltZu Besuch in China lobt Trump seinen "Freund" Xi. Dieser spricht von der "wichtigsten bilateralen Beziehung der Welt", die man nicht "vermasseln" dürfe. US-Präsident Donald Trump hat den chinesischen Staatschef Xi Jinping für den 24. September zu einem Besuch in das Weiße Haus eingeladen. Der Republikaner lobte die Gespräche mit Xi als "äußerst positiv" und den Gastgeber als "großartige Führungspersönlichkeit". Es sei eine Ehre, sein Freund zu sein. Alles, was beide besprochen hätten, sei "gut für die Vereinigten Staaten und China". Beim Staatsbankett srprach Trump von einem "wirklich großartigen Empfang, wie man ihn sonst nirgendwo erlebt". Xi bezeichnete das Verhältnis zwischen der Volksrepublik und den USA als "die wichtigste bilaterale Beziehung der Welt". Und weiter: "Wir müssen dafür sorgen, dass sie funktioniert, und dürfen sie nicht vermasseln". Bezogen auf Trumps Wahlkampfmotto sagte Xi, die "große Verjüngung der chinesischen Nation" und "Make America Great Again" könnten Hand in Hand gehen. Er sei überzeugt, dass die gemeinsamen Interessen größer seien als die Differenzen. Mit Blick auf den demokratisch regierten Inselstaat Taiwan warnte Xi: "schlecht gehandhabt", könnten die Beziehungen in eine "äußerst gefährliche Lage" geraten. China beansprucht die seit Jahrzehnten demokratisch und unabhängig regierte Insel für sich. Ob und wie Trump auf diese Warnung reagierte, blieb zunächst offen; in einer Mitteilung der US-Regierung zu den Gesprächen tauchte Taiwan nicht auf. China betrachtet die Insel als abtrünnige Provinz und strebt eine Eingliederung an die Volksrepublik an. Auch über den Irankrieg wurde gesprochen. Die US-Regierung erhofft sich Chinas Unterstützung dabei, die Straße von Hormus offenzuhalten, die für den Öl- und Flüssiggastransport von großer Bedeutung ist. China war vor dem Krieg der größte Abnehmer iranischen Öls. Laut der US-Regierung sollen sich beide Seiten darüber einig gewesen sein, dass die Meerenge für Energietransporte offen bleiben müsse. Xi soll dabei Chinas Ablehnung einer Militarisierung der Straße deutlich gemacht und Interesse am Kauf von mehr amerikanischem Öl signalisiert haben. Nach Angaben des chinesischen Außenministeriums sagte Xi außerdem zu, den Marktzugang für ausländische Unternehmen weiter auszubauen. Trump war von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet worden, darunter Tech-Unternehmer Elon Musk, Apple-Chef Tim Cook und Nvidia-Chef Jensen Huang. Parallel trafen hochrangige US-Manager zu getrennten Gesprächen mit Chinas Premier Li Qiang zusammen. Nvidia-Chef Huang bezeichnete das Treffen vor Journalisten als "einen der bedeutendsten Gipfel der Menschheitsgeschichte". China und die USA befinden sich inmitten eines Handelskonflikts. Trump hatte im vergangenen Jahr einen eskalierenden Zollstreit ausgelöst. Ein Treffen beider Staatschefs im Herbst in Südkorea brachte lediglich eine vorübergehende Zollpause. Trump wird am Freitag erneut mit Xi zusammentreffen, bevor er die Rückreise antritt.