Geschäfte und Versandhandel: Aufruf zu Warnstreiks im Handel - diese Orte sind betroffen

Datum14.05.2026 13:17

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Gewerkschaft Verdi ruft in mehreren baden-württembergischen Städten wie Stuttgart und Heilbronn sowie bundesweit zu Warnstreiks im Einzel- und Versandhandel auf. Betroffen sind große Unternehmen wie Kaufland und Ikea. Grund sind die gescheiterten Tarifverhandlungen, bei denen Verdi eine Lohnerhöhung von sieben Prozent fordert, während die Arbeitgeber nur zwei (2024) bzw. 1,5 Prozent (2027) anbieten. Verdi bezeichnete die Angebote als "vergiftet".

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Geschäfte und Versandhandel“. Lesen Sie jetzt „Aufruf zu Warnstreiks im Handel - diese Orte sind betroffen“. In Teilen Baden-Württembergs müssen sich Verbraucher am Freitag auf Einschränkungen im Einzelhandel einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat zu Warnstreiks im Einzel- und Versandhandel in Stuttgart, Heilbronn, Schwäbisch Hall, Reutlingen, Tübingen, Göppingen und Esslingen aufgerufen, wie es in einer Mitteilung hieß. Betroffen sind demnach unter anderem die Unternehmen Kaufland, H&M, Ikea, Obi, Primark und Zara.  In den laufenden Tarifverhandlungen im Handel hat die Gewerkschaft Verdi bundesweit zu den ersten Warnstreiks aufgerufen. Am Freitag sollen bundesweit Betriebe bestreikt werden, sagte Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer. In Stuttgart, Frankfurt am Main, Hamburg Dortmund finden zudem Streikkundgebungen statt.  In Hamburg und Nordrhein-Westfalen hatte die Arbeitgeberseite in dieser Woche erste Tarifangebote für den Einzelhandel vorgelegt. Die Gewerkschaft wies sie zurück. Zimmer sprach von "vergifteten Angeboten", die nicht einmal die Inflation ausgleichen würden. Die Arbeitgeber bieten ab November eine Erhöhung um zwei Prozent und ab August 2027 eine weitere um 1,5 Prozent. Verdi fordert sieben Prozent mehr Lohn, mindestens 225 Euro. © dpa-infocom, dpa:260514-930-79925/1