Post: Aufregung um Post-Dienstleistungen in Schwerins Stadtzentrum

Datum13.05.2026 16:49

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Postbank-Filiale am Schweriner Marienplatz schließt ihre Dienstleistungen ab dem 9. Juni und wird zu einer reinen Beratungsfiliale. Ersatzangebote finden sich in Partnerfilialen. Die Stadtverwaltung ist verärgert und kritisiert die Übertragung der Grundversorgung an private Partner, insbesondere die als "Späti" beschriebene Filiale in der Lübecker Straße. Die DHL-Gruppe verteidigt die Entscheidung und verweist auf die Erfüllung des gesetzlichen Versorgungsauftrags sowie bundesweit ausreichend Filialen, wobei sie Schwierigkeiten in Regionen ohne Einzelhandel thematisiert.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Post“. Lesen Sie jetzt „Aufregung um Post-Dienstleistungen in Schwerins Stadtzentrum“. Am Schweriner Marienplatz als dem Geschäftszentrum der Landeshauptstadt werden künftig keine Post-Dienstleistungen mehr angeboten. Die dortige Postbank-Filiale werde ab dem 9. Juni in das Format einer reinen Beratungsfiliale wechseln, teilte die DHL-Gruppe auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg mit. Alternativen für Dienstleistungen der Post - vom Briefmarkenkauf bis zur Paketannahme - seien dann in der Nähe die Partnerfilialen in der Lübecker Straße oder in der Mecklenburgstraße. In der Stadtverwaltung sorgt der Schritt für Verärgerung. Vize-Oberbürgermeister Bernd Nottebaum forderte die Post in einer Mitteilung zufolge in einem Schreiben auf, ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken. Die Post gehöre zur öffentlichen Daseinsvorsorge. Diese Schließung bedeute weit mehr als das bloße Einstellen von Leistungen. "Hier wird die Grundversorgung durch den Universaldienstleister abgewickelt und auf private Partner übertragen", kritisiert Nottebaum den Angaben zufolge. Die Partnerfiliale in der Lübecker Straße sei ein "Späti". Die DHL-Gruppe verwies darauf, dass der gesetzliche Auftrag, die flächendeckende Postversorgung sicherzustellen, mit hoher Verlässlichkeit erfüllt werde. "Die gesetzlich geforderte Zahl von bundesweit 12.000 Filialen übertreffen wir mit 12.400 Filialen und über 140 Poststationen, die als Filialersatz anerkannt sind, deutlich", erklärte ein Sprecher. Vorübergehende Lücken entstünden fast ausschließlich dort, wo kein Einzelhandel mehr existiere. Dies sei ein strukturelles Problem vieler ländlicher Regionen, das weiter zunehme. © dpa-infocom, dpa:260513-930-76647/1