Datum13.05.2026 16:39
Quellewww.zeit.de
TLDRDie IHK-Konjunkturumfrage in Rheinland-Pfalz zeigt eine deutliche Eintrübung der wirtschaftlichen Stimmung. Nur 11 Prozent der Unternehmen erwarten eine Verbesserung ihrer Geschäftslage, während 38 Prozent mit einer Verschlechterung rechnen. Die Hauptgeschäftsführer der IHK fordern daher Wachstumsimpulse von der neuen Landesregierung, da die aktuelle Lage durch hohe Energie- und Rohstoffpreise, wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, Arbeitskosten und schwache Nachfrage belastet wird. Dies führt zu Investitionszurückhaltung und geringen Beschäftigungsplänen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „IHK-Konjunkturbericht“. Lesen Sie jetzt „Umfrage: Wirtschaft im Land skeptisch - Appell an Regierung“. Die wirtschaftliche Gesamtstimmung in Rheinland-Pfalz hat sich der IHK-Arbeitsgemeinschaft zufolge deutlich verschlechtert. Laut einer Konjunkturumfrage hätten sich vor allem die Erwartungen der Unternehmen eingetrübt, hieß es. Nur 11 Prozent rechnen demnach mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage, während 38 Prozent von einer Verschlechterung ausgehen. Die aktuelle Geschäftslage werde etwas stabiler eingeschätzt: Rund jedes fünfte Unternehmen bewerte seine Lage als gut, 29 Prozent sprächen von einer schlechten Situation. Etwa die Hälfte bezeichne ihre Lage als befriedigend. Der Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, Arne Rössel, forderte die neue Landesregierung aus CDU und SPD zu Wachstumsimpulsen auf. Die Ergebnisse der Umfrage zeigten die Vielzahl der Herausforderungen, mit denen die Unternehmen derzeit konfrontiert seien. "Ohne klare Impulse droht eine weitere Verschärfung der Rezession." An der Umfrage hatten im April 1.027 Unternehmen teilgenommen. Als größtes Risiko nennen sie die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise. 77 Prozent bewerten diese als geschäftskritisch. Hintergrund seien unter anderem die Folgen des Nahost-Konflikts und die Turbulenzen auf den Energiemärkten. Steigende Spritpreise führten zu höheren Transport- und Produktionskosten. Auch wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen gelten für 62 Prozent der Betriebe als Belastung. Zudem sorgen hohe Arbeitskosten und die schwache Inlandsnachfrage für zunehmenden Druck. Die Unsicherheit wirkt sich nach Angaben der IHK deutlich auf Investitionen und Beschäftigung aus. 37 Prozent der Unternehmen wollen ihre Investitionen reduzieren, nur 23 Prozent planen höhere Ausgaben. Die meisten Betriebe halten sich bei den Beschäftigungsplänen zurück: 65 Prozent wollen ihre Mitarbeiterzahl stabil halten, doch nur jede zehnte Firma plant Zuwachs. © dpa-infocom, dpa:260513-930-76568/1