Datum13.05.2026 15:23
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Verteidigung der ehemaligen RAF-Terroristin Daniela Klette bestreitet ihre Beteiligung an mehreren Raubüberfällen. Die Anwälte argumentieren, dass keine Beweise vorliegen, die Klettes Tatbeteiligung eindeutig belegen. Zwar wurden in ihrer Wohnung Waffen und Bargeld gefunden, doch hätten diese auch nachträglich dort platziert werden können. Die Verteidigung betont zudem die unterschiedlichen Ausführungsarten der Taten und das Fehlen von Beweisen, die eine Beteiligung von Klette zusammen mit anderen RAF-Mitgliedern belegen. Klette selbst bedauerte das Leid der Opfer und erklärte die Taten als Überlebensnotwendigkeit, räumte aber keine direkte Beteiligung ein.
InhaltDie frühere RAF-Terroristin Klette will an den ihr vorgeworfenen Überfällen nicht beteiligt gewesen sein. Laut ihren Anwälten kann eine Beteiligung nicht bewiesen werden. Die Anwälte der früheren RAF-Terroristin Daniela Klette sehen keine Beweise für die Beteiligung ihrer Mandantin an mehreren Raubüberfällen. Es sei völlig unklar, wer die Taten verübt habe, trugen die Verteidiger in ihrem Plädoyer vor dem Landgericht Verden vor. Es stehe lediglich fest, dass Waffen und Bargeld in der Berliner Wohnung gefunden worden sind, in der Klette unter falschem Namen lebte. Die Täter hätten die Waffen und weitere den Taten zugeordnete Gegenstände jedoch auch im Nachhinein in die Wohnung gebracht haben, argumentierten die Verteidiger. Weiter sagte einer der Anwälte, dass die acht Raubüberfälle, um die es in dem Prozess geht, auf unterschiedliche Arten verübt worden seien. Die einzige Gemeinsamkeit bestehe darin, dass niemand physisch verletzt worden sei. Es gebe auch keine Belege dafür, dass die früheren RAF-Mitglieder Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub die Taten begangen hätten. "Spuren und Zeugenaussagen sprechen dagegen, dass immer die drei Beschuldigten in Betracht kommen", sagte eine Anwältin. Am Vortag hatte Klette das Leid der Opfer anerkannt. Es sei "zu bedauern", wie schwer die Geschädigten traumatisiert seien. Zudem habe sie nicht gewusst, dass Geldboten und Kassenpersonal keine ausreichende psychologische Unterstützung von ihren Arbeitgebern erhielten, gab sie weiter an. Die Raubüberfälle verteidigte sie als notwendig, um im Untergrund überleben zu können und gab an, die Taten hätten nichts mit "Abenteuerlust" zu tun. Eine Beteiligung daran räumte Klette dabei nicht ein. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.