Datum13.05.2026 13:44
Quellewww.spiegel.de
TLDRUlf Poschardt gibt nach nur einem Jahr seinen Posten als Herausgeber von "Welt", "Politico Deutschland" und "Business Insider Deutschland" auf. Er wechselt auf eigenen Wunsch auf die neu geschaffene Position eines "freiesten Mitarbeiters" und wird für Axel Springer als Autor, Podcaster und Creator tätig sein. Poschardt begründet den Schritt mit dem Wunsch nach mehr publizistischer Freiheit, die sich mit einer formalen Funktion nicht immer vereinbaren lasse. Kürzlich war Helge Fuhst als Chefredakteur zur "Premium-Gruppe" gestoßen, was bereits Spekulationen über die Zukunft des Herausgeber-Postens auslöste.
InhaltBislang galt er als einer der mächtigsten Männer im Hause Springer. Nun teilt der Verlag mit: Ulf Poschardt gibt seinen Posten als Herausgeber nach nur einem Jahr wieder auf – und wird Autor, Podcaster und "Creator". Der Publizist Ulf Poschardt gibt zum 1. Juli seinen Posten als Herausgeber von "Welt", "Politico Deutschland" und "Business Insider Deutschland" auf. Das teilte der Springer-Verlag in einer Pressemitteilung mit . Poschardt gebe die Position "auf eigenen Wunsch" ab und werde nun "freiester Mitarbeiter" von Axel Springer. Was dieser neu geschaffene Posten konkret bedeutet: Poschardt soll von nun an für sämtliche Medienmarken des Hauses "als Autor, Podcaster und Creator" arbeiten und auf ihn zugeschnittene Formate entwickeln. Dazu gehörten etwa tägliche Drei-Fragen-Drei-Antworten-Clips für soziale Medien oder eine Talkshow für "Welt". Auch bei "Bild" werde Poschardt mit mehreren Formaten sichtbar sein, darunter eine wöchentliche Kolumne und ein Videoformat. Poschardt selbst wird in der offiziellen Mitteilung zitiert, er habe im Laufe des vergangenen Jahres festgestellt, "dass ich für meine publizistische Arbeit mehr Freiheit brauche, die sich mit einer formalen Funktion nicht immer vereinbaren lässt". Tatsächlich war er erst im Januar 2025 zum Herausgeber der "Premium-Gruppe" bei Springer geworden, zu der die Titel "Welt", "Politico Deutschland" und "Business Insider Deutschland" gehören. Anfang dieses Jahres wechselte jedoch der frühere Leiter der ARD-Tagesthemen, Helge Fuhst, zu Springer und übernahm die Chefredaktion bei der "Premium-Gruppe". Beobachter äußerten bereits damals Zweifel, ob sich die Konstellation aus Chefredakteur und Herausgeber behaupten werde, wie das Branchenportal "Medieninsider" schreibt .