Änderung im Lehrplan: Schüler müssen Fremdsprachen erst später können

Datum13.05.2026 13:32

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Niedersachsen verschiebt sich die Anforderung für das Beherrschen von Fremdsprachen wie Französisch und Spanisch. Schüler müssen das Sprachniveau B1 nun erst am Ende der 11. Klasse erreichen, statt wie bisher am Ende der 10. Klasse. Laut Kultusministerium ist dies realistischer, da der Spracherwerb später beginnt als bei Englisch. Die Anforderungen werden nicht gesenkt, sondern zeitlich anders gestreckt. Bis Ende der 10. Klasse gilt nun A2, mit der Möglichkeit B1, und bis zum Abitur B2.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Änderung im Lehrplan“. Lesen Sie jetzt „Schüler müssen Fremdsprachen erst später können“. Schulkinder in Niedersachsen müssen verschiedene Fremdsprachen erst später gut können. Wie jetzt bekannt wurde, müssen Schülerinnen und Schüler erst am Ende der Jahrgangsstufe 11 das Sprachniveau B1 erreicht haben, statt wie bisher zum Ende der 10. Klasse. Dabei geht es um die Sprachen Französisch und Spanisch, wie das Kultusministerium mitteilte. Zuvor hatte die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtet. Das Ministerium begründete die Entscheidung damit, dass es in der Praxis an keiner Schulform realistisch gewesen sei, nach dem Ende der 10. Klasse das Sprachniveau B1 zu erreichen. Anders als bei Englisch würden Schüler dafür zu spät mit dem Erlernen der Fremdsprachen beginnen. Zielvorgabe für das Ende der Jahrgangsstufe 10 ist nun das Sprachniveau A2 sowie in Teilen weiterhin B1. Mit dem Abitur in der 13. Klasse soll weiterhin das Niveau B2 erreicht sein. Die sechs Sprachniveaus reichen von A1 bis C2 und beruhen auf dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen. A1 beschreibt demnach die Fähigkeiten eines Anfängers, C2 entspricht nahezu denen von Muttersprachlern. A2 beschreibt Grundkenntnisse und B1 bereits eine fortgeschrittene Sprachverwendung, bei der die meisten Situationen bewältigt werden können, "denen man auf Reisen im Sprachgebiet begegnet", wie es auf einer Internetseite zum Thema heißt. Durch die Änderungen im Lehrplan würden die Anforderungen an den Spracherwerb "nicht reduziert, sondern zeitlich anders verteilt", hieß es aus dem Kultusministerium. Inhalte und Kompetenzen, die bislang bis Ende Jahrgang 10 vermittelt werden sollten, würden stärker in den 11. Jahrgang verlagert. © dpa-infocom, dpa:260513-930-75383/1