Rüstungsindustrie: Rüstungszulieferer Vincorion rechnet mit Personalwachstum

Datum13.05.2026 06:30

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Rüstungszulieferer Vincorion erwartet aufgrund hoher Nachfrage nach Militärgütern, auch durch das Sondervermögen der Bundeswehr und die allgemeine Wiederaufrüstung in Europa, ein anhaltendes Personal- und Umsatzwachstum von jährlich 5-6% bzw. 15%. Das Unternehmen, das unter anderem Komponenten für den Leopard 2 und Patriot-Systeme liefert, beschäftigt über 900 Mitarbeiter und ist seit März börsennotiert.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Rüstungsindustrie“. Lesen Sie jetzt „Rüstungszulieferer Vincorion rechnet mit Personalwachstum“. Der norddeutsche Rüstungszulieferer Vincorion rechnet wegen der hohen Nachfrage nach Militärgütern mit weiterem Personalwachstum. "Wir begrüßen jeden Monat neue Kolleginnen und Kollegen", sagte der Vincorion-Vorstandsvorsitzende Kajetan von Mentzingen. Von Mentzingen geht nach eigener Aussage davon aus, dass sich die Mitarbeiterzahl langfristig jährlich um fünf bis sechs Prozent vergrößern wird, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte. In dieser Größe sei das Unternehmen seit 2022 im Mittel gewachsen.  Vincorion beschäftigt eigenen Angaben nach derzeit mehr als 900 Beschäftigte - die meisten davon am Hauptsitz in Wedel bei Hamburg. Weitere Standorte im Inland sind in Essen und Altenstadt in Oberbayern. In den USA unterhält Vincorion einen Vertriebsstandort.  Der Zulieferer stellt Waffenstabilisierungssysteme, Generatoren und Seilwinden her. Unter anderem werden Produkte Vincorions im Kampfpanzer Leopard 2 und in den Patriot-Raketensystemen verbaut.  Vincorion beliefert die Bundeswehr nicht direkt. Dennoch mache sich das schuldenfinanzierte 100 Milliarden Euro schwere Sondervermögen für die Bundeswehr bemerkbar, weil Industriepartner mehr Bestellungen verzeichneten, sagte von Mentzingen.  "Es geht aber nicht nur um das Sondervermögen der Bundeswehr. Wir sehen Wiederaufrüstung in ganz Europa", sagte der Manager.  Vincorion ist im März an die Börse gegangen. Die Firma gehörte bis 2022 zum Thüringer Technologiekonzern Jenoptik, dann übernahm die britische Investmentfirma Star Capital das Unternehmen. Star Capital ist nach dem Börsengang weiter Hauptaktionär. Das Unternehmen ist zu Jahresbeginn rasant gewachsen: Im ersten Quartal habe der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 40,1 Prozent auf 69 Millionen Euro zugelegt. Von Mentzingen sagte, Vincorion peile mittelfristig ein jährliches Umsatzwachstum von 15 Prozent an. © dpa-infocom, dpa:260513-930-73244/1