Datum13.05.2026 04:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDie hessische Polizei verzeichnet einen Anstieg queerfeindlicher Straftaten, wie Beleidigungen und Körperverletzungen. Innenminister Roman Poseck (CDU) sieht darin Ausdruck von Radikalisierung und Intoleranz in der Gesellschaft. Die Zahl der gemeldeten Fälle stieg von 33 im Jahr 2022 auf 141 im vergangenen Jahr. Die Landesregierung setzt auf konsequente Strafverfolgung, Prävention, polizeiliche Ansprechpartner und Fortbildung sowie auf Opferunterstützung. Die Grünen mahnen zum Handeln und fordern Prävention, Opferschutz und gesellschaftliche Aufklärung.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Hasskriminalität“. Lesen Sie jetzt „Tag der Homophobie - mehr queerfeindliche Straftaten“. Hessens Polizei hat immer mehr queerfeindlich motivierte Straftaten wie Beleidigungen und Körperverletzungen registriert - gerichtet gegen Menschen, die nicht dem heterosexuellen Normbild entsprechen. Das zeigt die Antwort von Innenminister Roman Poseck (CDU) auf eine Anfrage der Grünen-Opposition im Landtag - mit Blick etwa auf Homo-, Trans- und Bisexuelle. Die Grünen-Fraktion erinnerte kürzlich zudem an den Internationalen Tag gegen Homophobie an diesem Sonntag (17.5.). Dieser rufe nicht nur die bestehende Diskriminierung ins Bewusstsein, sondern mahne auch politisch zum Handeln. Es brauche "konsequente Maßnahmen für Prävention, Opferschutz und gesellschaftliche Aufklärung". Nach Auskunft von Innenminister Poseck zählten Hessens Polizeibeamte im vergangenen Jahr 141 queerfeindliche Taten - nach 135 Fällen im Vorjahr. 2023 waren es nach Angaben der Grünen-Fraktion noch lediglich 83 Straftaten gewesen - und 2022 nur 33 erfasste Fälle. Minister Poseck betonte: "Die Landesregierung sieht den stetigen Anstieg queerfeindlicher Straftaten mit Sorge. Dieser Trend ist auch Ausdruck zunehmender Radikalisierung, Verrohung und Intoleranz in der Gesellschaft." Die schwarz-rote Landesregierung setze auf konsequente Verfolgung queerfeindlicher Attacken und auf umfangreiche Prävention. In der Polizei gebe es besondere Ansprechpartner für diese Hasskriminalität - und auch in der polizeilichen Aus- und Fortbildung werde dafür sensibilisiert. Für Opfer queerfeindlicher Gewalt existieren laut Poseck in Hessen verschiedene Angebote der Beratung und Unterstützung. © dpa-infocom, dpa:260513-930-72917/1