Hantavirus: Französin nach Hantavirus-Ausbruch in kritischem Zustand

Datum12.05.2026 23:51

Quellewww.zeit.de

TLDREine Französin ist nach einem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" in kritischem Zustand. Vier weitere französische Passagiere wurden negativ getestet. Zehn Personen von den britischen Überseegebieten werden vorsorglich isoliert, zeigen jedoch keine Symptome. Auf der "Hondius" starben drei Passagiere, sieben Infektionen wurden bestätigt. Die WHO sieht keine Hinweise auf eine größere Verbreitung und betont die seltene Mensch-zu-Mensch-Übertragung.

InhaltNach dem Hantavirus-Ausbruch auf der "Hondius" ist eine Frau aus Frankreich schwer erkrankt. Die WHO sieht weiter keine Hinweise auf eine größere Verbreitung des Virus. Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" ist eine Französin schwer erkrankt. Laut dem Bichat-Krankenhaus in Paris leidet die Patientin an einer schweren Verlaufsform der Krankheit, die Komplikationen an Lunge und Herz verursacht hat. Sie wurde an eine künstliche Lunge angeschlossen. Vier weitere französische Passagiere, die ebenfalls isoliert wurden, wurden zunächst negativ getestet. Die britischen Gesundheitsbehörden teilten zudem mit, dass zehn Personen aus den britischen Überseegebieten Saint Helena und Ascension Island vorsorglich zur Isolation nach Großbritannien gebracht werden sollen. Sie sollen Kontakt zu bestätigten Fällen des Hantavirus-Ausbruchs gehabt haben. Die Betroffenen zeigten bislang keine Symptome. An Bord der "Hondius" war es während einer Kreuzfahrt von Argentinien zu den Kapverden zu einem Hantavirus-Ausbruch gekommen. Drei Passagiere starben, darunter eine Deutsche. Bei insgesamt sieben weiteren evakuierten Insassen wurde das Virus bestätigt, ein weiterer Fall gilt laut Weltgesundheitsorganisation als wahrscheinlich. Mehr als 120 Passagiere und Besatzungsmitglieder verließen das Schiff zuletzt über Teneriffa. Nach Angaben der niederländischen Behörden wurden 26 Passagiere eines ersten Evakuierungsflugs negativ getestet. Später landeten noch zwei weitere Flugzeuge mit insgesamt 28 Passagieren in den Niederlanden. Die WHO sieht bislang keine Hinweise auf eine größere Ausbreitung des Ausbruchs. Nach bisher elf bestätigten Infektionen gebe es derzeit keine Anzeichen für zahlreiche weitere unerkannte Übertragungen, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in Madrid. Die WHO betonte erneut, dass das Virus nur selten von Mensch zu Mensch übertragen werde und nicht mit der Corona-Pandemie vergleichbar sei. Wegen der langen Inkubationszeit könnten in den kommenden Wochen dennoch weitere Infektionen bekannt werden.